Ratschonalismus

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Ratschonalismus, ok Rationalismus, (vun lat. ratio Vernunft) meent philosoophsche Twiege un Projekte, de dor vun utgaht, datt minschlich Weten sunnerlich (oder ok ganz alleen) dör ratschonal Denken tostanne kummt. Dor hangt denn mit tosamen, datt annere Borns vun Kennis minner acht weert, u.a. allens, wat de Sinnen upnehmen könnt (Empirie) oder wat in de Religion openbaart oder wietergeven warrt. Gegen düsse Ansicht over gifft dat Positschonen, de troot de minschliche Vernunft nich so veel to oder meent sogor, dor konn een gor keen objektiv Weten mit tofaat kriegen. Dor höört de Irratschonalismus mit siene allerhand Twiege just so to, as de „Vernunftskepsis“. Se weert vundeswegen as „anti-ratschonalistisch“ ankeken.

In de Philosophiegeschicht warrt „Ratschonalismus“ in en engern Sinn meist bruukt as Kennteken vun Denkers as Descartes, Spinoza oder Leibniz. Dor weert se gegen de Philosophen vun den (engelschen) Empirismus (u. a. Thomas Hobbes, John Locke un David Hume) over stellt. Hüdigendags meent allerhand Philosophiehistorikers, so eenfach weer dat nich in to delen.[1], ofschoonst dat jummers noch begäng is.

In annere Tosamenhänge vun de Philosophie warrt “Ratschonalismus” as Begreep in de philosoophsche Systematik bruukt, ohn, datt he sik sunnerlich up de Philosophiegeschicht betrecken mutt: In de Kennistheorie (Epistemologie) steiht he for Positschonen, de meent, Weten ut schiere Vernunft weer mööglich (so seggt dat u.a. Laurence BonJour). In de Metaethik steiht he for Positschonen, de meent, datt for all Ordeele in de Moral ratschonale Grünnen angeven weern mütt, un datt een Moral ut de Ratio afleiden kann. Noch wedder anners wat bedutt de Begreep in de Religionsphilosophie.

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Laurence BonJour: In Defense of Pure Reason, Cambridge University Press, Cambridge, U.K. 1998.
  • Laurence BonJour: A Rationalist Manifesto, in: Canadian Journal of Philosophy Supp. 18 (1992), S. 53–88.
  • John Cottingham: Rationalism, Paladin, London 1984.
  • John Cottingham: The Rationalists, Oxford University Press, Oxford 1988.
  • Willis Doney: Rationalism, in: Southern Journal of Philosophy Supp. 21 (1983), S. 1–14.
  • Anthony Kenny (Rutg.): Rationalism, Empiricism and Idealism, Oxford University Press, Oxford 1986.
  • Louis E. Loeb: From Descartes to Hume, Continental Metaphysics and the Development of Modern Philosophy, Cornell University Press, Ithaca, New York 1981.
  • Alan Nelson (Rutg.): A Companion to Rationalism, Blackwell, Oxford 2005.
  • Christopher Peacocke: Three Principles of Rationalism, in: European Journal of Philosophy 10 (2002), S. 375–397.
  • Rainer Specht (Rutg.): Rationalismus (Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung (rutg. vun Rüdiger Bubner), Bd. 5), Reclam, Stuttgart 11979, Nee Utgave 2002.

Belege[ännern | Bornkood ännern]

  1. Vgl. z. B. Louis E. Loeb: From Descartes to Hume, Continental Metaphysics and the Development of Modern Philosophy, Cornell University Press, Ithaca, New York 1981; Anthony Kenny (Rutg.): Rationalism, Empiricism and Idealism, Oxford University Press, Oxford 1986; Peter J. Markie: Art. Rationalism, in: Routledge Encyclopedia of Philosophy, § 1.