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Kreis Goldap

Vun Wikipedia
Koort von de Kreise in Oostprüßen vör 1905, de Kreis Goldap liggt in dat blaue Rebeed
Koort von de Kreise in Oostprüßen Stand 1944, de Kreis Goldap liggt in dat brune Rebeed
Segel von’n Landraad von’n Kreis Goldap

De Kreis Goldap weer en Kreis in Prüßen, de in de Tied von 1818 bet 1945 bestahn hett. De Seet weer in Goldap.

Mit Stand 1. Januar 1945 weer de Kreis indeelt in een Stadt (Goldap, de eenzige Oort mit mehr as 2000 Inwahners), 156 Landgemenen un twee Goodsbezirke (Forstbezirke).

De Kreis is to’n 1. September 1818 inricht worrn, as de Kreise in’n Regerungsbezirk Gumbinnen (Provinz Oostprüßen) nee indeelt worrn sünd. De Provinz Oostprüßen is 1824 mit de Provinz Westprüßen in Personalunion tohoopgahn un 1829 ganz tohoopleggt worrn. De Provinz hett denn Provinz Prüßen heten.

To’n Kreis Goldap hebbt de Kaspels Dubeningken, Gawaiten, Goldap, Grabowen, Gurnen, Mehlkehmen, Szittkehmen, Tollmingkehmen un von 1868 af an ok Rominten tohöört.

An’n 1. Januar 1843 hebbt de Kreise Goldap un Stallupönen Rebeden uttuuscht.

Von’n 1. Juli 1867 af an hett de Kreis to’n Noorddüütschen Bund höört un von 1. Januar 1871 af an to dat Düütsche Riek. An’n 1. April 1878 is de Provinz Prüßen in de Provinzen Oostprüßen un de Westprüßen deelt worrn. Goldap hett denn to de Provinz Oostprüßen tohöört.

An’n 30. September 1929 sünd de Goodsbezirke in’n Kreis oplööst un Deel von Landgemenen worrn.

An’t Enn von’n Tweten Weltkrieg in’t Vörjohr 1945 hett de Rode Armee den Kreis besett. De düütsche Verwaltung hett ophöört un dat Rebeed is ünner de Verwaltung von Polen un de Sowjetunion kamen. De düütschen Inwahners von dat Rebeed sünd flücht un verdreven worrn un kunnen na disse Tied nich mehr wedder trügg in ehre Heimat. Polen un Russen hebbt sik dor nee ansiedelt. Dat Rebeed höört vondaag to’n Powiat Gołdapski in de Woiwodschop Ermland-Masuren in Polen un to’n Rajon Nesterow in de Oblast Kaliningrad in Russland.

Minschen, de ut’n Kreis Goldap verdreven worrn sünd un in de Bundsrepublik Düütschland en ne’e Heimat funnen hebbt, hebbt sik 1948 to de Kreisgemeenschop Goldap tohoopslaten. 1952 hett de Landkreis Stood en Patenschop för den fröheren Kreis Goldap övernahmen. 1970 hett de Goldaper Heimatstuuv in Stood apenmaakt, de Stücken ut de Geschicht von’n Kreis Goldap wiest. De Heimatstuuv is 1987 övergahn in dat Patenschopsmuseum Goldap in Stood.

Inwahnertall

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JohrInwahners
1890-00-001890[1]45002
1900-00-001900[1]44813
1910-00-001910[1]44186
1925-00-001925[1]42672
1933-00-001933[1]43491
1939-00-001939[1]44275

Amtsbezirke 1874–1945

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De Landgemenen un Goodsbezirke in’n Kreis Goldap weren von 1874 bet 1945 in 26 Amtsbezirke tohoopslaten[2]:

plattdüütschen Naamhoochdüütschen Naam (bet 1938)hoochdüütschen Naam (1938-1945)Naam vondaag/Staat
AdlersfeldeUnterfeldeGolubie/Polen
AltenbudeAltenbudeSiedlisko/Polen
Ballupönen (Ksp. Goldap) (later Grilskehmen nöömt)GrilsenGrygieliszki/Polen
BodschwingkenHerandstalBoćwinka/Polen
DobawenDobauenMajak/Russland
DubeningkenDubeningenDubeninki/Polen
GawaitenHerzogsrodeGawrilowo/Russland
GehlweidenGehlweidenGalwiecie/Polen
Goldap, Forstrevier (von 1925 af an: Jagdhaus Rominten)Jagdhaus RomintenRaduschnoje/Russland
GrabowenArnswaldGrabowo/Polen
GurnenGurnenGórne/Polen
Iszlaudszen (von 1934 af an: Schönheide)SchönheideDmitrijewka/Russland
KallweitschenKornbergPriosjornoje/Russland
LoyenLoienŁoje/Polen
Mühle GoldapBodenhausenBotkuny/Polen
PabbelnSchardingenGawrilowka/Russland
RogainenRogainenRogajny/Polen
Rominten (ok Groß Rominten)HardteckKrasnolessje/Russland
Rominten, Forstrevier (von 1936 af an: Schittkehmen, Forst)Wehrkirchen, ForstSaslonowo/Russland un Żytkiejmy/Polen
Rothebude, Forstrevier (von 1935 af an: Rothebude)RothebudeCzerwony Dwór/Polen
SchlaugenSchlaugenTorfjanoje/Russland
SkötschenGrönfleetSkocze/Polen
Szittkehmen (von 1936 af an: Schittkehmen)WehrkirchenSaslonowo/Russland, und:
Żytkiejmy/Polen
TollmingkehmenTollmingenTschistyje Prudy/Russland
WaldaukadelPickelnTichwino/Russland
Warnen, Forstrevier (von 1935 af an: Warnen)WarnenOserki/Russland

An’n 27. Oktober 1933 is op Andrag von de Landgemeen Sutzken de Naam von de Gemeen op Hitlershöhe ännert worrn.

An’n 16. Juli 1938 hebbt de Natschonalsozialisten in’n Kreis Goldap en ganz Reeg Öörd ne’e Naams geven, von wegen dat jem de Naams nich düütsch noog weren. Deelwies sünd dorbi blots de Naams beten luudlich anpasst worrn oder översett worrn, deelwies hett dat aver ok kumplett ne’e Naams geven, de keen Grundlaag in’n olen Naam harrn. Von 174 Gemenen (Stand: 17. Mai 1939) hebbt dor 134 en ne’en Naam kregen[3]:

  • Auxinnen: Freudenau
  • Auxkallen: Bergerode
  • Ballupönen (Ksp. Goldap): Ballenau
  • Ballupönen (Ksp. Tollmingkehmen): Wittigshöfen
  • Barkehmen: Barkau
  • Billehnen: Billenau
  • Blindgallen: Schneegrund
  • Blindischken: Wildwinkel
  • Bludschen: Forsthausen
  • Bodschwingken: Herandstal
  • Budschedehlen: Salzburgerhütte
  • Budweitschen (Ksp. Dubeningken): Elsgrund
  • Budweitschen (Ksp. Schittkehmen): Altenwacht
  • Buttkuhnen: Bodenhausen
  • Collnischken: Bergfelde
  • Czarnen: Scharnen
  • Czerwonnen: Rotenau
  • Dagutschen: Zapfengrund
  • Dakehnen: Daken
  • Didschullen: Schwadengeld
  • Dobawen: Dobauen
  • Dubeningken: Dubeningen
  • Dzingellen: Widmannsdorf
  • Egglenischken: Preußischnassau
  • Elluschönen: Ellern (Ostpr.)
  • Eschergallen (Ksp. Dubeningken): Äschenbruch
  • Eschergallen (Ksp. Gawaiten): Tiefenort
  • Flösten: Bornberg (Ostpr.)
  • Friedrichowen: Friedrichsau
  • Gawaiten: Herzogsrode
  • Gelleschuhnen: Gellenau (Ostpr.)
  • Gerehlischken: Gerwalde
  • Glowken: Thomasfelde
  • Gollubien: Unterfelde
  • Grabowen: Arnswald
  • Grilskehmen: Grilsen
  • Grischkehmen: Grischken
  • Groblischken: Ringfelde
  • Groß Dumbeln: Erlensee
  • Groß Gudellen: Großguden
  • Groß Kallweitschen: Kornberg
  • Groß Kummetschen: Hermeshof
  • Groß Rominten: Hardteck
  • Groß Rosinsko: Großfreiendorf
  • Groß Trakischken: Hohenrode (Ostpr.)
  • Groß Wronken: Winterberg
  • Gulbenischken: Gulbensee
  • Jeblonsken: Urbansdorf
  • Jessatschen: Grimbach
  • Jodupp: Holzeck
  • Jörkischken: Jarkental
  • Juckneitschen: Steinhagen (Ostpr.)
  • Jurgaitschen: Kleinau (Ostpr.)
  • Kallnischken: Kunzmannsrode
  • Kamionken: Eichicht
  • Kaschemeken: Kaschen
  • Kaseleken: Neumagdeburg
  • Keppurdeggen: Kühlberg
  • Kiaunen: Rodenheim
  • Kiauten: Zellmühle
  • Klein Dumbeln: Kräuterwiese
  • Klein Gudellen: Kleinguden
  • Klein Kummetschen: Schäferberg (Ostpr.)
  • Klein Rosinsko:Bergershof
  • Kögskehmen: Kecksheim
  • Kosaken: Rappenhöh
  • Kowalken: Beierswalde
  • Kraginnen: Kraghof
  • Kubillen: Nordenfeld
  • Kuiken (Ksp. Goldap): Tannenhorst
  • Kuiken (Ksp. Schittkehmen): Albrechtsrode
  • Kurnehnen: Kurnen
  • Langkischken: Langenwasser
  • Lengupchen: Lengenfließ
  • Linkischken: Rabeneck
  • Linnawen: Linnau
  • Loyken: Loken
  • Makunischken: Hohenwaldeck
  • Marlinowen: Mörleinstal
  • Matznorkehmen: Matztal
  • Matzutkehmen: Wellenhausen
  • Meldienen: Gnadenheim
  • Meschehnen: Wehrfeld
  • Meschkrupchen: Meschen
  • Mlinicken: Buschbach
  • Morathen: Bergesruh
  • Motzkuhnen: Motzken
  • Murgischken: Bastental
  • Oscheningken (Oszeningken): Pfalzrode
  • Ossöwen: Ossau
  • Pablindschen: Zollteich
  • Padingkehmen: Padingen
  • Pallädschen: Frankeneck
  • Pelludschen: Pellau
  • Pietraschen: Rauental
  • Plautzkehmen: Engern
  • Plawischken: Plauendorf
  • Pöwgallen: Pöwen
  • Präslauken: Praßlau
  • Regellen: Glaubitz
  • Ribbenischken: Ribbenau
  • Roponatschen: Steinheide
  • Rudzien: Rodenstein
  • Samonienen: Kaltfließ
  • Sausleschowen: Seefelden (Ostpr.)
  • Skötschen: Grönfleet,
  • Schabojeden: Sprindberg
  • Schaltinnen: Quellental
  • Schardeningken: Schardingen
  • Scheldkehmen: Schelden
  • Schielasken: Hallenfelde
  • Schillinnen: Heidensee
  • Schittkehmen: Wehrkirchen
  • Schuiken: Spechtsboden
  • Serteggen: Serteck
  • Skaisgirren: Hellerau (Ostpr.)
  • Skarupnen: Hartental
  • Skötschen: Grönfleet
  • Sokollen: Hainholz
  • Stonupönen: Kaltenbach
  • Stukatschen: Freienfeld
  • Stumbern: Auersfeld
  • Summowen: Summau
  • Tartarren: Noldental
  • Thewelkehmen: Tulkeim
  • Theweln: Pfalzberg
  • Tollmingkehmen: Tollmingen
  • Upidamischken: Altenzoll
  • Wannaginnen: Wangenheim
  • Warkallen: Wartenstein
  • Werxnen: Grünhügel
  • Wilkatschen: Birkendorf
  • Wyschupönen: Kaltensee
  • Zodschen: Zoden

Gemenen un Inwahnertallen Stand 1933:[4]

NaamInwahners NaamInwahners NaamInwahners NaamInwahners
Abscherningken53 Altenbude336 Amberg49 Auxinnen75
Auxkallen85 Ballupönen (Kaspel Goldap)112 Ballupönen (Kaspel Tollmeningken)396 Barkehmen249
Billehnen80 Blindgallen209 Blindischken79 Bludschen192
Bodschwingken525 Borker Heide, Forst0 Budschedehlen67 Budweitschen (Kaspel Dubeningken)324
Budweitschen (Kaspel Schittkehmen)55 Buttkuhnen805 Collnischken459 Czarnen176
Czerwonnen25 Dagutschen83 Dakehnen70 Deeden65
Didschullen290 Dobawen184 Dubeningken361 Duneiken454
Dzingellen270 Eckertsberg150 Egglenischken170 Elluschönen83
Eschergallen (Kaspel Dubeningken)131 Eschergallen (Kaspel Gawaiten)216 Flösten147 Friedrichowen91
Friedrichswalde253 Gawaiten419 Gehlweiden470 Gelleschuhnen70
Gerehlischken77 Glowken406 Goldap9438 Gollubien328
Grabowen478 Grilskehmen35 Grischkehmen115 Groblischken104
Groß Dumbeln119 Groß Gudellen156 Groß Kallweitschen273 Groß Kummetschen243
Groß Rosinsko208 Groß Trakischken167 Groß Wronken169 Gulbenischken92
Gurnen587 Hegelingen373 Iszlaudszen383 Jagdbude107
Jagdhaus Rominten301 Jeblonsken424 Jessatschen70 Jodupp225
Johannisberg186 Juckneitschen306 Jurgaitschen50 Jörkischken327
Kallnischken343 Kamionken278 Kaschemeken177 Kaseleken75
Keppurdeggen77 Kiaunen184 Kiauten495 Klein Dumbeln36
Klein Gudellen132 Klein Kummetschen234 Klein Rosinsko81 Kosaken279
Kosmeden248 Kowalken308 Kraginnen70 Kubillen107
Kuiken (Kaspel Goldap)110 Kuiken (Kaspel Schittkehmen)162 Kurnehnen190 Kögskehmen90
Langensee160 Langkischken268 Lengkupchen134 Liegetrocken173
Linkischken55 Linnawen147 Loien242 Loyken82
Makunischken188 Maleiken91 Marczinowen174 Marlinowen248
Matznorkehmen122 Matzutkehmen211 Meldienen246 Meschehnen72
Meschkrupchen198 Mlinicken140 Morathen168 Motzkuhnen52
Murgischken129 Oscheningken111 Ossöwen48 Pabbeln67
Pablindschen105 Padingkehmen205 Pallädschen99 Pellkawen196
Pelludschen69 Pickeln343 Pietraschen178 Plautzkehmen296
Plawischken177 Präroszlehnen158 Präslauken88 Pöwgallen163
Reddicken71 Regellen300 Reutersdorf73 Ribbenischken176
Rogainen429 Rominten1128 Rominter Heide, Forst0 Roponatschen116
Rothebude124 Rudzien139 Samonienen76 Satticken187
Sausleschowen198 Schabojeden19 Schackeln226 Schaltinnen107
Schardeningken250 Scheeben118 Scheldkehmen303 Schielasken572
Schillinnen39 Schlaugen223 Schuiken232 Schöntal389
Serguhnen79 Serteggen111 Skaisgirren117 Skarupnen57
Skötschen271 Sokollen44 Staatshausen183 Stonupönen65
Stukatschen95 Stumbern103 Summowen61 Sutzken160
Szittkehmen1286 Tartarren69 Texeln254 Thewelkehmen128
Theweln74 Tollmingkehmen437 Upidamischken46 Wannaginnen77
Warkallen107 Warnen241 Werxnen47 Wilkatschen171
Wyschupönen113 Zodschen67
  • Johannes Mignat: Der Kreis Goldap. Würzburg 1965
  1. 1 2 3 4 5 6 http://www.verwaltungsgeschichte.de/goldap.html
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirke Landkreis Goldap
  3. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch
  4. http://www.verwaltungsgeschichte.de/goldap.html