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Regionaalspraak

Vun Wikipedia

Dit Woort hett noch annere Bedüden: För de Ümgangsspraak twischen Dialekt un Stannard kiek bi Regiolekt.

Regionaalspraak oder Streektaal[1] is een Begreep uut de Spraakpolitik, de kene klare Definitschoon het. De Ünnerschhed to ene Minnerheidenspraak is ook nich klaar. Besünners in Europa betekent Regionaalspraak ene inheemsche Spraak, de in ene bestimmte Regioon snackt warrt. Se is meest ene Afstands- oder Uutbuspraak un kene Natschonaalspraak.

De Europääsche Charta van de Regionaal- oder Minnerheidenspraken bruukt den Dubbelbegreep Regionaal- oder Minnerheidenspraken un geit so ene klare Definitschoon uut den Weg.

In Düütschland gellt Plattdüütsch för ene Regionaalspraak, wieldes Nedder- un Böversorbsch, Sater- un Noordfreesch so as ook Romanes för Minnerheidenspraken gellen. De Nedderlannen laat Limborgsch, Neddersassisch un Westfreesch as regionale talen gellen. Meesttieds warrt de Spraken man streektalen heten. De engelsche Uutdruck regional language kann wedder ene Regionaalspraak oder regionale Spraak beteken.

Regionaalspraken in Politik un Recht

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Staten, de de Europääsche Charta för Regionaal- un Minnerheiden unnerschreven un ratifizeert hebbt:
     Unnerschreven un ratifizeert
     unnerschreven, nich ratifizeert
     nich unnerschreven
     Keen Maat

As enen juristschen un politschen Begreep is ene Regionaalspraak in Europa ene Spraak, de in de europääsche Charta för Regionaal- un Minerheidenspraken as Regionaalspraak gellen laten warrt. De Charta unnerscheed man nich klaar twischen Regionaalspraak un Minnerheidenspraak. Se bruukt den Begreep jümmers tohoop as „Regionaal- oder Minnerheidenspraken“.[2] Na de Charta betekent Regionaal- oder Minnerheidenspraken alle de Spraken:[3]

  1. de ene Gruppe Börgerschen un Börgers van enen Staat, de lüttker is as de överige Inwonerschen un Inwoners in den Staat, siet lange Tied in enen bestimmten Gebeed binnen düssen Staat bruukt,
  2. de verscheden van de Amtsspraak oder den Amtsspraken in den Staat sind un nich een Dialekt van ene Amtsspraak oder de Spraak van Towannerten sind.

De Charta betekent also alle inheemschen Spraken, de in enen Staat kene Amtsspraak sind un keen Dialekt sind as „Regionaal- oder Minnerheidenspraken“. Spraken van Migranten un Towannerten sind keen Regionaal- oder Minnerheidenspraken na de Charta.

In verscheden Staten bruukt de Poltik Minnerheiden- un Regionaalspraak unnerscheedlik oder maakt so as de Charta kenen Unnerscheed. In Düütschland gellt Noord- un Saterfreesch, Nedder- un Böversorbsch so as ook Romani as natschonale Minnerheiden un ere Spraken as Minnerheidenspraken. Plattdüütsch is man in Düütschland offitscheel ene Regionaalspraak.[4] Anners doot dat Frankriek: Daar is allens, wat nich Stannardfranzöösch is ene Regionaalspraak (franzöösch langue régionale). So sind Katalaansch, Basksch un Okzitaansch hier just so Regionaalspaken as de Langues d’oïl, wat eer franzöösche Dialekte sind.[5] De Nedderlannen laat Limborgsch, Neddersassisch un Westfreesch as regionale talen gellen. Meesttieds warrt de Spraken man streektalen heten.

Regionaalspraken in de Spraakwetenschop

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Besünners in de Sotscholinguistik sünd „Regionaalspraak“ un „Minnerheidenspraak“ veel bruukt Begrepen, man beide sind nich klaar defineert. Faken betekent beide sotosegggen dat lieke, so as ook in de Europääsche Charta vun de Regional- oder Minnerheidenspraken. Ene Regionaalspraak is allgemeen ene Spraak, de kene Staats- oder Natschonaalspraak is. Dat is man ene so wiede Definitschoon, dat se meist nich to bruken is.[6] Versöök enen Unnerscheed twischen Regionaal- un Minnerheidenspraken to maken un ene Defintschoon för „Regionaalspraak“ to finnen givt dat man:

Unnerscheed Regionaalspraak - Minnerheidenspraak na Wirrer

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Na de Germanist Jan Wirrer sind Minnerheidenspraken sind Spraken, de Minnerheidengruppen för ere egen autochthone Spraak anseen doot. De Minnerheid bekikt sik vergleken mit de Meerheid sülvst as ethnisch oder religiöös verscheden. Unwichtig is hier of de Minnerheid in enen bestimmten Territorium leevt (so as Sorbsch oder Noordfreesch) oder över een wied Gebeed verstreut is (so as Jiddisch oder Romani).[7]

Anners is dat na Wirrer bi Regionaalspraken: Se hebbt jümmers een fast Spraakterritorium över dat se sik bestimmt. De Sprekerschen un Sprekers seet sik sülvenst as Deel van de Meerheid in de Regioon un verstaat sik nich as ene ethnische oder religiöse Minnerheid. Bispelen sind Plattdüütsch un Okzitaansch.[7]

Westeuropääsche Regionaalspraken (WERS) na Radatz

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De Romanist Hans-Ingo Radatz unnerscheedt eerstmaal Minnerheidenspraken, de annerwegens Natschonaalspraak sind (so as Düütsch in Süüdtirool oder Törksch in Düütschland) un statenlose Minnerheidenspraken (so as Walisisch oder Basksch).[8]

Regionaalspraken sind na Radatz jümmers statenloos. Minnerheidenspraken mit enen hogen Graad Spraakuutbu kriegt, so as Radatz seggt, eer den Namen „Regionaalspraak“, ringer uutbuut Spraken warrt meest „Minnerheidenspraak“ oder „Dialekt“ heten.[9] Regionaalspraken sind so statenlose starker uutbuut Minnerheidenspraken met de Tendenz to ene Kultuurspraak.[10] Se sind Afstandsspraken, hebbt ene Spraakgemeenschop, de eer as Spraak un nich as Dialekt bekiekt un den Stand as Spraak ook infoddern doot. So is na Radatz Frankprovenziaalsch , dat de Sprekers un Sprekerschen meist as Dialekt un nich as Spraak bekiekt, ene schiendialektaliseerte Afstandsspraak un kene Regionaalspraak.[9]

Regionaalspraken stellt sik stärker as ring uutbuut Minnerheidenspraken gegen Staats- un Natschonaalstaten mit enen politschen Machtanspröök un kriegt faken natschonalistsche Fiendschop af. Vergleken met Minnerheiden, de ene Staatspraak snackt, kriegt se keen Stütt van buten un mött de egen Spraak gegen Wedderstand sülvenst vööranbringen. Se mött jümmers an de Siede van de Staatsspraak bestaan. De Sprekerschen un Sprekers sind meist tweesprakig, wieldes buten de Regioon alleen de Staatsspraak gellen laten warrt.[11]

De Regionaalspraken in West- un Middeleuropa süüt Radatz as enen Typ an: de westeuropääschen Regionaalspraken, kort WERS.[12] Se stünnen unner den Inflood van de latiensche Karkenspraak, de över allen Volksspraken stund un se hebbt de Ideen uut’n Humansismus un de Reformatschoon metkregen. In de fröhe Neetied un later in de Opklärung begunn de Subtitutschoonsphaas. Mit den Bookdruck wurrn de regionalen Schrievspraken vereenheidlikt un de Vöörlöpers för de lätern Staatsspraken hebbt regionale Spraken, de nu för troüggbleven güllen, bikant schoven.[13][14] De Rekuperatschoonsphaas eerst mit de industrielle Revolutschoon un de Romantik, as sik de Blick wannel un dat inheemsche un regionale wedder wat gull.[13] De Regionaalspraken füngen meest wedder van frischen an un hebbt ene niege Schrievspraak up Grundlage van de Staatsspraak uutfunnen, een Stannard is ranwassen un Spraakorganisatschonen grünnen sik, de sik för de Spraak insetten doot.[14]

Westeuropääsche Regionaalspraken sind so daar inheemsch, wo dat Latiensche bet in’t Middelöller Schrievspraak was. Se sind nernstwo Natschonaalspraken un staat in Konkurrenz to Natschonaalspraken. Se föddert den Stand as Spraak in un de Spraakgemeenschop steet tomindst grotendeels för enen Spraakstannard un Spraakuutbu in.[13]

Radatz ünnerscheedt noch twee Typen: De primären Regionaalspraken weren de längste Tied spraken Spraken un sünd nich vöör deReformatschoon daalschreven worrn (so as: Sorbsch, Sardsch, Furlaansch). De sekundären Regionaalspraken weren in’n Middölller un de froe Nietied schreven Spraken op den lieken Rang as later Staatsspraken, de denn verdrängt hebbt (so as: Katalaansch, Irsch oder Walisisch).[15]

De nedderländsche Begreep streektaal meent oorsprünglik dat lieke as Dialekt.[16] Sinds dat Nedderland de Europääsche Charta för Regionaal- oder Minnerheidenspraken unnertekent het, sind de Begrepen meer un meer verscheden Wege gaan un betekent nu faken enen Dialekt oder Spraakvarieeet, de offitscheel as Spraak gellen laten warrt.[17]

Streektaal is een neutralen Öberbegreep för Spraakvairtäten mit enen gemeensame Spraakidentieet, de in enen Gebeed de grote Deel van de Minschen snackt.[18]

De Linguistsche Renée van Bezooijen defineert een streektaal för de Situatschoon in de Nedderlannen synchroon: Een Streektaal is ene upstunds düüdlike spraalike Eenheid, de sik van anner Streektalen un de Standardspraak unnerscheed. Anner Faktoren sind Spraakidentiteet un minner Spraakgebeed.Se unnerscheed minner twischen Umgangspraak as sproekn Sprake un Kultuur- oder Uutbuspraak.[19]

Conrad Brann bruukt mit Blick up de Spraaksituatschoon in Indien den Begreep „Choralekt“, de uut ooldgreeksch χώρα chóra ‘Gegend, Rebeed, Regioon’ un -λεκτος -lektos vun λέγω légō ‘ik spreke’ tohoopsett is, also de Etymologie na dat glieke as Regionaalspraak bedüden kann. Brann ünnerscheed Choralekte, wat Spraken up regionalen Rang sind vun Chtonolekten, wat Volksspraken up de unnerst Rang sind, Demolekte, wat Spraken sind de över ene Regioon henweg oder in enen Staat vele Minschenn küürt un verstaat un upletzet Politolekte, wat Staatsspraken, de vun de Regren bruukt warrt.[20]

Regionaalspraak as Afstandspraak

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Tapani Salminen bruukt den Begreep Regionaalspraak för Spraken, de sik vun de domaninante Spraak in de Gegend ünnerscheedt, avers togliek ook so wied liek kaamt, dat se in Disglossie mit de dominante Spraak staan köönt. Se finnt sik na Salminen besünners in de grötter europääschen Staten, so as Düütschland, Frankriek oder Italien un warrt meist minnachtig as Dialekt van de Staatsspraak bekeken.[21] Saliminen siene Defintschoon steit so neeg bi Heinz Kloss siene Afstandsspraak.

Plattdüütsch as Regionaalspraak

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Bi de Diskusschoon ümme dat plattdüütsche sienen juristschen Status as Regionaalspraak na de europääsche Charta för Regionaal- oder Minnerheidenspraken gung dat besunners ümme de Frage of Plattdüütsch een düütschen oder nedderländschen Dialekt oder ene egen Spraak is, also de ole Fraag ümme den Sprakestatus. De Argumente för Plattdüütsch den juristschen Begreep „Regionaalspraak“ to bruken weren de middelsassische Schrievspraak in de Hansetied, de Afstand in de Spraakstruktuur twischen Hoog- un Plattdüütsch un de Plattdüütschen eer Sicht de egen Varieteet „Spraak“ to heten.[22]

Plattdüütsch is ene Regionaalspraak na Wirrer, denn de Plattdüütschen seet sik nich as ethnische oder religiöse Minnerheid. Plattdüütsch eht een fast Spraakterritoirum un Sprekerschen un Sprekers unnerscheed sik van de Meerheid in Düütschland un Nedderland alleen de Spraak na.

Na Radatz is dat Plattdüütsche ene sekundäre westeuropääsche Regionaalspraak, denn in de froe Neetied is de Schrievspraak, de Uutgliektendenzen wees, van de neehoogdüütsche Schrievspraak wegdrängt worrn. Plattdüütsch is ene statenloos, inso wied een Plattdüütsch nich as düütsche Spraak verstaan well un ene Afstandsspraak. Man ook een Schiendialekt na Heinz Kloss. De Spraakwillen is vergleken swack uutpräägt, nich alle Plattdüütschen seet de egen varieteet as Spraak an un de Tendenz to ene Kultuurspraak is nich wied uutbuut, enen schreven Stannard oder een överegionaal Bewusstsien för de Spraak is swack. Ook de Willen egen Spraakrechten intofoddern is swack. So is dat Plattdüütsche na Systematik van Radatz twischen scheindialkaiseerte Afstdnsspraak un is up den Weg na Regionaalspraak as statenlose Kultuurspraak noch wied gaan.

  • Renée van Bezooijen: Wat is een streektaal?, In: Taal & Tongval 53 (2001), S. 154-174. (online)
  • Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) : ein Plädoyer für eine soziolinguistische Arealtypologie. In: Sandra Herling, Carolin Patzelt (Ruutgevers): Sprachkontakt, Sprachausbau und Verschriftungsproblematik, Aspekte der Normalisierung von Regionalsprachen in der Romania. Meidenbauer: München 2012 (S.97-128).
  • Jan Wirrer: Minderheiten- un Regionalsprachen in Europa. Westdeutscher Verlag: Wiesbaden 2000 (online)
  1. Regionalsprache. In: Plattdeutsch-Hochdeutsches Wörterbuch für Ostfriesland. Afropen an’n 15. November 2024.
  2. Jan Wirrer: Minderheiten- un Regionalsprachen in Europa. S.8f.
  3. European Charter for Regional or Minority Language. Afropen an’n 15. November 2024 (brietsch Engelsch).
  4. Nationales und internationales Minderheitenrecht. In: www.bmi.bund.de. Bundesministerium des Inneren und für Heimat, archiveert von dat Original am 21. Februar 2024; afropen an’n 17. November 2024: In Deutschland werden sechs Minderheitensprachen nach der Sprachencharta geschützt: Dänisch, Nordfriesisch, Saterfriesisch, Romanes, Niedersorbisch, Obersorbisch. Als eigenständige Sprache ebenfalls geschützt wird die Regionalsprache Niederdeutsch, die in acht der sechzehn deutschen Bundesländer gesprochen wird.
  5. Langues régionales. Afropen an’n 17. November 2024 (fr-FR).
  6. Hans-Ingo Radatz: Regionalsprache und Minderheitensprache. In: Sandra Herling et al. (Hrsg.): Weltsprache Spanisch: Variation, Soziolinguistik und geographische Verbreitung des Spanischen. Handbuch für das Studium der Hispanistik (Romanische Sprachen und ihre Didaktik). 2013, S. 71f.
  7. 1 2 Jan Wirrer: Minderheiten- un Regionalsprachen in Europa. S. 8f. (online
  8. Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) S. 100, 106
  9. 1 2 Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) S. 107f.
  10. Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) S. 107.
  11. Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) : ein Plädoyer für eine soziolinguistische Arealtypologie. S. 109f.
  12. Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) S. 115.
  13. 1 2 3 Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) : ein Plädoyer für eine soziolinguistische Arealtypologie. S. 114 - 119.
  14. 1 2 Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) S. 122f.
  15. Hans-Ingo Radatz: Der Typus WERS (WestEuropäische RegionalSprache) S. 119f.
  16. streektaal. In: van Dale. Afropen an’n 18. November 2024 (nedderlandsch).
  17. Oktober 2012: Wat is het verschil tussen een streektaal en een dialect? In: Meertens Instituut. Afropen an’n 18. November 2024 (nedderlandsch).
  18. C. Hoppenbrouwers: Het regiolect van dialect tot Algemeen Nederlands. Coutinho: Muiderberg 1990. S. 79.
  19. Renée van Bezooijen: Wat is een streektaal? S. 173.
  20. Brann, C.M.B. 1994. "The National Language Question: Concepts and Terminology." Logos [University of Namibia, Windhoek] Vol 14: 125–134
  21. Tapani Salminen: Endangered Languages in Europe. In: Matthias Brenzinger (Ruutgever): Language diversity endangered, S. 205–232. Berlin & Boston: De Gruyter Mouton.
  22. Reinhard Goltz, Andrea Kleene: Niederdeutsch, In: Rahel Beyer, Albrecht Plewina: Handbuch der Sprachminderheiten in Deutschland. Narr Francke Attempo: Tübingen 2020, S. 179.