Alverdissen

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Wapen/Flagg Koort

Wapen vun Alverdissen

Alverdissen
Laag vun Alverdissen in Düütschland
Basisdaten
Bundsland: Noordrhüin-Westfolen
Krüis: Lippe
Gemeen: Barntrup
Flach: 13,07 km²
Inwahners: 1.724 (1. Juni 2010)
Inwahnerdicht: 131,9 Inwahners pro km²
Hööchd: 254 m över NN
Postleettall: 32683
Vörwahl: 05263
Geograafsche Laag:
Koordinaten:52° 2′ N, 9° 7′ O
52° 2′ N, 9° 7′ O
Koort

Alverdissen van Süüdoost
Alverdissen üm 1663

De Flecken Alverdissen is eun Oordsdeul van Barntrup in’n Krüis Lippe in Noordrhüin-Westfolen. De Flecken steuht ol 1151 dat eerste Mool in den Urkunnen un hadde üm 1414 Stadtrechte. Vandage liebet büi 1.7000 Minsken in den Oort, de eun eugenet Slott, eune Kerke hett un vörmals de Sitt van den Verwaltungsamt Barntrup-Sternberg was.

Van Öller her höört auk de Wonnstieden Austersüik, Rott un Teut mit büi Alverdissen büi.

Geografie[ännern | Bornkood ännern]

Alverdissen liggt üm un büi 5 Kilometer van Barntrup weg. Bet na Bösingfelle sind dat jsutseo 5 Kilometer. Na Deppelt sind dat bummelig 25 Kilometer un üm büi 17 Kilometer bet na Lemge.

De Naveröörd van Alverdissen sind Asemissen, Bösingfelle un Scheunhagen un in’n Noorden, de ol na de Gemeune Exterdaal höört un Greussen, dat teo de Flecken Arzen in Neddersassen tellt. In′n Süden liggt Sunnebern un de Barntruper Binnenstadt.

Alverdissen liggt in′n Lipper Bergland. Süüdööstlik liggt de Saalberg (Barntrup) (342,9 m ü. NN). Westlik van Alverdissen de Exter, wat eun linken Blangenstroom van de Werser is, ehren Born.

Historie[ännern | Bornkood ännern]

Dat eerste Maal in den Urkunnen steuht Alverdissen 1151 mit den Nomen Alwerdessen. Alverdissen kreig büi 1370 dör de Grafen teo Sternberg de Stadtrechte. Na dem dat de Stadt 1414 ramponeert un heul vernielt wurr, vanwegen eunen Strüit twisken den Grafen teo’r Lippe un den Grafen van Schaumborg. Nadem dat man den oort wedder upricht kreig de Oort de Beteken Flecken. 1842/43 richte man eune nüjje Kerke up. De Kerktoorn iut’n Johre 1555 bleiv öwwer bestohn.

1613 ervde Graf Philipp, de jüngste Suhn van den Grafen Simon VI. un de Grünner van’r Linie Lippe-Alverdissen, dat Amt Alverdissen os Paragium. Läter ervde Graf Phillip de Graftskop Schaumburg un de Residenzstadt Bückeborg un grünnete 1648 de Grafskop Schaumborg-Lippe. Graf Phllip süin Friedrich Christian richtete 1662 dat Slott Alverdissen up. letzte Alverdisser Graf was Philipp II. Ernst. Nadem heu 1777 ohne Kinner mit Daude afging wurr Philipp II. Ernst 1777 Regent in Bückeborg un Graf van Schaumborg-Lippe. 1812 köff Förstin Pauline teo’r Lippe dat Slott un dat Amt Alverdissen van den Färsten zteo Schaumborg-Lippe trüjje un maak Alverdissen teo den Sitt van den Verwaltungsamt Batntrup-Sternberg.

1885 brenn eun grautet Fuur de Flecken af. Ollns teohaupe wurrn 19 Huiser vernielt. Bet in dat 19. Johrhunnert was de Oort dür de Biuerrüjje präägt. Dor de meusten Luie in Alverdissen eun korget fohren trocken veule Keerls in de Frömde os sik os Tichler teo verdingen. In’n Johre 1930 weern dat büi 100 Tcihler in den Flecken.

Im 20. Jahrhundert wurde das Flecken Alverdissen durch die Erschließung der Zigarrenindustrie und sonstiger neuer Wirtschaftszweige ökonomisch belebt.

Na den tweuten Weltkrüigtrocken 570 nüjje Bewonner na Alverdissen. Dor was de graute Deule van Krüigsflüchtlinge un Minsken, deu iut den vörmaals duitskern Giegenden in′n Austen verjaagt worrn sind.

Inwonners[ännern | Bornkood ännern]

Johr Inwahners
1875-00-00 1875[1] 187
1882-00-00 1882[2] -
1898-00-00 1898[3] 248
1902-00-00 1902[4] 338
1906-00-00 1906[5] 338
1911-00-00 1911[6] 787
1925-00-00 1925[7] 946
1933-00-00 1933[7] 1.039
1939-00-00 1939[7] 1.061

Verwaltungsgeschichte[ännern | Bornkood ännern]

Alverdissen kreig büi 1370 dör de Grafen teo Sternberg de Stadtrechte. Nadem dat de Stadt vernielt un wedder uprichtet wurr kreig de Alverdissen de Beteken Flecken.

De Flecken höör dor teo dat 1879 in′n Förstendoom Lippe inrichteten Verwaltungsamt Barntrup-Sternberg, wo Alverdissen de Höövdsitt van was, mit büi.[8]De Verwaltungsämter nööm van 1927 an Landratsämter.[9] Dür de Kommunaalreform in′n Früjjstoot Lippe 1932 höör Alverdissen denn teo den Krüis Lemge. Den 1. Januar wurr de Flecken Alverdissen na de Stadt Barntrup ingledert.[10] 1973 foot man de Krüis Lemge mit den Krüis Deppelt to den nüjjen Krüis Lippe teohaupe.[11]

Religion[ännern | Bornkood ännern]

Alverdissen is evangeelsch-reformeert präägt un höört teo Kerkengemeune Alverdissen.

För de Kathoolsken is de Kerke St. Peter und Paul in Barntrup tostännig.

Kultur[ännern | Bornkood ännern]

Slott Alverdissen
Evangeelsk-reformierte Kerke in Alverdissen
Juidiske Daudenhoff in Alverdissen

Biuwerke[ännern | Bornkood ännern]

Wat över eune Kerke in Alverdissen stund ol 1511 in Urkunnen. De Westtoorn richt man 1555 up. De Kerke vandage wurr 1842/43 na den Pläanen van den Deppelter Architekten Ferdinand Ludwig August Merckel, biuwet.

Dat Slott Alverdissen steuht 1396 dat eerste Mool in den Urkunnen. Dat Slott vandage is 1662/63 uprichtet worrn. Dat Slott was van 1879 bet 1969 Sitt van dat Amtsgericht Alverdissen un wurr naast van den Stadtarchiv Barntrup briuket bet man dat Slott 2009 an eune Privatpersoon verköff.

De Oortskern van den Flecken is na den Dreustrotensystem uprichtet un is auk vandage noch van massig Fackwerkhuisern. Alverdissen süin öllstet Hius liggt in’r Slottstrote 19. Dat Hius is folgens de Inschrift up den Balken över Niendöör in’n Johre 1593 uprichtet worrn.

An’n Süüdhagen liggt de Överblüivsel van’n jöödsken Daudenhoff Alverdissen. Up den lüttjen Daudenhoff sind noch tweu Mazewot överbleven. De Daudenhoff is os eun Biudenkmaal indregen.

Vereune[ännern | Bornkood ännern]

Alverdissen hett eunen Sportvereun den TBV-Jahn Alverdissen un eunen Schützenvereun. In’n Oort gifft et eunen Gesangsvereun, den MGV-Liederfreund Alverdissen un eune Posaunenchor.[12]

Verkehr un Infrastruktur[ännern | Bornkood ännern]

Alverdissen hett eunen Löschzug, de na Früjjwillige Fuurwehr in Barntrup höört. In Alverdissen gifft et eune Grundscheole.

Verkehr[ännern | Bornkood ännern]

In’n Westen van den Flecken liggt de Exterdaalstrote.

Sühne un Döchter van den Flecken[ännern | Bornkood ännern]

Ökonomie un Infrastruktur[ännern | Bornkood ännern]

Freiwillige Feuerwehr Löschzug Alverdissen

Borns[ännern | Bornkood ännern]

  1. Ortschafts-Verzeichnis des Fürstentums Lippe: geordnet nach der politischen Eintheilung nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung 1875 S.27
  2. Ortschafts-Verzeichnis des Fürstentums Lippe: geordnet nach der politischen Eintheilung nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung 1882 S.29
  3. Ortschafts-Verzeichnis des Fürstentums Lippe: geordnet nach der politischen Eintheilung nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung 1898 S.35
  4. Ortschafts-Verzeichnis des Fürstentums Lippe: geordnet nach der politischen Eintheilung nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung 1902 S.97
  5. Ortschafts-Verzeichnis des Fürstentums Lippe: geordnet nach der politischen Eintheilung nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung 1906 S.71
  6. Ortschafts-Verzeichnis des Fürstentums Lippe: geordnet nach der politischen Eintheilung nebst Angabe der Zahl der Wohnhäuser, Haushaltungen und Einwohner auf Grund der Volkszählung 1911 S.26
  7. a b c http://www.verwaltungsgeschichte.de/lemgo.html
  8. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 353f.
  9. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 184.
  10. Martin Bünermann:Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen, 1970, Deutscher Gemeindeverlag, Köln, S.66 .}}
  11. Statistisches Bundesamt (Riutgüiver): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 324.
  12. www.barntrup.de Vereine und Verbände aus Barntrup