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Ales Bjaljazki

Vun Wikipedia
Ales Bjaljazki (2015)

Ales Bjaljazki (wittrussisch Алесь Бяляцкі; * 25. September 1962 in Wjartsilja, dormals Sowjetunion) is en belarussischer Dissident un Minschenrechtler, de di Minschenrechtsorganisatschoon Wjasna grünnd hett un leit. In dat Johr 2022 kreeg he den Freedensnobelpries tospraaken.

Leven[ännern | Bornkood ännern]

As Ales Bjaljazki twee Johr olt weer, truck de Familie vun Russland nah Wittrussland. Bjaljazki wurr an de Natschonale Akademie vun de Wetenschapen vun Belarus in Literaturwetenschap promoveert.

1988 hett he mit anner Mitstrieder apenlich Aktschonen to’n Gedenken an de Opfer vun den Stalinismus organiseert. Dat folgten mehrere Festnahmen un Geldbußen. Bjaljazki weer Mitbegrünner vun de Belarussische Volksfront Adraschenje (Weddergebort), de sück af 1991 för de Demokratiseeren insetten deiht.

1990 weer he en vun de Organisatoren vun de Sellschopp „Weißrussische Katholische Gemeinde“.[1]

1996 hett he ungeachtet vun de Gefohr un Diskrimineeren de Minschenrechtsorganisatschoon Wjasna (ok Wesna) grünnd, de politische Fangene un hör Familien ünnerstütt. Dorför wurr he mit den Homo-Homini-Pries 2005[2] und 2006 mit dem Per-Anger-Preis[3] ehrt.

An‘n 4. August 2011 wurr Bjaljazki fastnommen[4] un dree-eenhalf Maand later, an’n 24. November 2011, wegen Achtertrecken vun Stüern to veereenhalf Johr Straaflager veroordeelt. De Europääsche Union un ie USA hemm dat Verfohren as „politische Inszenierung“ kritiseert[5] Ok de Minschenrechtsorganisatschoon Amnesty International hett fordert, Bjaljazki free to laaten.[6]

Vun de slowaaksch Ministerpräsidentin Iveta Radičová wurr he Anfang 2012 för den Freedensnobelpries vörslahn.[7]

An‘n 21. Juni 2014 wurr Bjaljazki unverwacht vör de Tiet ut de Haft entlaaten.[8]

Wiels de Proteste in Belarus 2020 wurr he Liddmaat in den Koordinierungsraat vun de instig Präsidentschapskandidatin Swjatlana Zichanouskaja.[9] 2020 kreeg he den Right Livelihood Award.[10]

Bjaljazki wurr an’n 14. Juli 2021 fastnommen.[11] An‘n 15. Juli wurr he in en gemeensam Verkloren vun negen Organisatschonen (Wjasna, vun den Belarussischen Journalistenverband, dat Belarussisches Helsinki-Komitee u. a.) as politischer Fangener anerkannt.[11][12] He wurr an’n 6. Oktober 2021 wegen angevlich Stüürnachtertrecken in Belarus anklaagt.[13]

An‘n 7. Oktober 2022 geev dat Nobel-Komitee in Oslo bekannt, dat Bjaljazki tosommen mit de russisch Minschenrechtsorganisatschoon Memorial un de ukrainsch Organisatschoon Center for Civil Liberties den Freedensnobelpries kreeg.[14]

An'n 3. März 2023 wurr Bjaljazki in Minsk wegen "Bargeldschmuggel" as de "Finanzierung von Aktionen und Gruppen, die grob gegen die öffentliche Ordnung verstoßen haben", to 10 Johren Haft veroordeelt.[15] Minschenrechtler seecht de Anschuldigungen as vörschaven, um Bjaljazki un sien Bewegung nah dat Verleehn vun den Nobelpries to'n Swiegen to bringen.[16]

Ehrungen[ännern | Bornkood ännern]

Weblinks[ännern | Bornkood ännern]

Ales Bialiatski. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.

Enkeld Nahwiesen[ännern | Bornkood ännern]

  1. Artjom Tkatschuk (Арцём Ткачук): Er belebte wieder und belarusifizierte die römisch-katholische Kirche, bereitete polnische Priester auf die Arbeit in Belarus vor. Ales Bjaljazki und sein katholischer Aktivismus in den 90er-Jahren. In: churchby.info. 13. Oktober 2022, afropen an’n 13. Oktober 2022.
  2. Homo Homini Award. In: peopleinneed.net. 19. März 2020, afropen an’n 14. Oktober 2022 (engelsch).
  3. 2006: Aljaksandr (Ales) Bialiatski. In: levandehistoria.se. Afropen an’n 14. Oktober 2022 (engelsch).
  4. Gregory Feifer: Poland Apologizes For Information Leak On Belarusian Activist. In: Radio Free Europe/Radio Liberty. 12. August 2011, afropen an’n 14. Oktober 2022 (engelsch).
  5. Regime steckt Menschenrechtler vier Jahre ins Straflager. In: derStandard.at. 24. November 2011, afropen an’n 14. Oktober 2022.
    Dissident verurteilt: Warschau lieferte Minsk Bankdaten. In: derStandard.at. 25. November 2011, afropen an’n 14. Oktober 2022.
  6. „Ich wurde von einer Lawine von Briefen überrascht“. In: amnesty.de. 6. Februar 2013, afropen an’n 14. Oktober 2022.
  7. Nobelpreis: Radičová schlägt Bialacki vor. In: Radio Slovakia International. 8. Februar 2012, archiveert von dat Original am 11. September 2012; afropen an’n 14. Oktober 2022.
  8. Menschenrechtler Beljazki wieder in Freiheit. In: nzz.ch. 21. Juni 2014, afropen an’n 14. Oktober 2022.
  9. Состав Совета: Члены Совета. In: rada.vision. Archiveert von dat Original am 19. August 2020; afropen an’n 14. Oktober 2022 (russ’sch).
  10. Amnesty Journal, Heft 01 (2021), S. 22.
  11. a b Беларусь: Руководителей Правозащитного центра “Весна” держат в СИЗО. Потребуйте от властей освободить их! In: amnesty.org. 22. Juli 2021, afropen an’n 14. Oktober 2022 (russ’sch).
  12. Затрыманых праваабаронцаў і актывістаў прызналі палівязнямі. In: Eurapejskaje Radyjo dlja Belarussi. 15. Juli 2021, archiveert von dat Original am 15. Juli 2021; afropen an’n 28. Juli 2021 (wittruss’sch).
  13. Anastasiia Kruope: Belarus Authorities ‘Purge’ Human Rights Defenders. In: hrw.org. 7. Oktober 2021, afropen an’n 7. Oktober 2022 (engelsch).
  14. Friedensnobelpreis geht an belarussischen Menschenrechtsanwalt Ales Bjaljazki. In: sueddeutsche.de. 7. Oktober 2022, afropen an’n 7. Oktober 2022.
  15. Friedennobelpreisträger zu zehn Jahren Haft verurteilt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. März 2023, afropen an’n 3. März 2023 (de-DE).
  16. Ein Prozess, der „Angst einjagen“ soll, Tagesschau, 5. Januar 2023.
  17. Sofie Donges: Right Livelihood Awards: Vier Auszeichnungen für eine bessere Welt. In: tagesschau.de. 29. September 2022, afropen an’n 13. Oktober 2022.
    Sofie Donges: Right Livelihood Awards: Vier Auszeichnungen für eine bessere Welt. (mp3-Audio; 2,6 MB; 2:47 Minuten) In: Tagesschau. 29. September 2022, afropen an’n 13. Oktober 2022.
  18. The democratic opposition in Belarus – 2020, Belarus. Europäisches Parlament, afropen an’n 22. Oktober 2020 (engelsch).