Forchheim

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De Stadt Forchheim is en Groot Kreisstadt in' Süden vun den bayerischen Regeerensbezirk Oberfranken an' Main-Donau-Kanal. Se is de Sitt vun de Kreisverwalten vun den Landkreis Forchheim. Dor leven 31.651 (31. Dez. 2015) Minschen up en Flach vun 44,43 km².

De nächstgelegen grötter Städer sünd Erlangen etwa 14 km südlich, Bambarg etwa 23 km nordwestlich, Würzborg etwa 80 km westlich un Bayreuth etwa 45 km östlich. Forchheim hörrt siet April 2005 de Europääschen Metropolregion Nürnbarg an. Dat is en olt Königstadt un wurr ok „Ingangsdoor to de Fränkische Swiez“ nömmt.

Historie vun de Naam Forchheim[ännern | Bornkood ännern]

To Anfang vun dat 13. Johrhunnert hett man vermoot, dat de Stadtnaam Vorchheim sück vun dat olthochdüütsch Woort vorhe (för Forelle) afleit. Dat führ denn to dat Wappen mit de beid Forellen. Ofschons to de Tiet vun de Naamsgeeven de Forellenriekdom in de Strööms um Forchheim sekerlich bannig groot weer, geiht man hüüd dorvan ut, dat sück de Stadtnaam vun dat olthochdüütsch vorha (för Föhre) afleit, also Föhrenheim bedüüd. De Naam drüff Midden vun dat 7. Johrhunnert entstahn ween. Dormals entstunnen mit de eerst fränkischen Siedlungswell in disse Region tallriek Plaansiedlungen mit dat Grundwort -heim, vör allen an de Loop vun Strööms.

Geographie[ännern | Bornkood ännern]

Forchheim liggt an de Regnitz, den Main-Donau-Kanal un an de Wiesent. De Regnitz verlett Forchheim in nordwestlich Richt un münnd bi Bischberg in den Main. Forchheim is in' Westen vun den Steigerwald un in' Osten vun de Fränkische Swiez inrahmt un liggt in en Daallandschap.

Stadtgleedern[ännern | Bornkood ännern]

Dat Stadtrebeet is in söben Stadtdeelen indeelt, de nahfolgend mit hör amtlich Nummern un den ungefähren Inwahnertallen upführt sünd:[1][2]

Nahbargemeenden[ännern | Bornkood ännern]

Folgende Gemeenden grenzen an de Stadt Forchheim:

Geschichte[ännern | Bornkood ännern]

Olt Koort mit Bamberg un Forchaim (rechts) ut dat 16. Johrhunnert. Nah Osten (baben) is de Koort düchtig verzerrt
Verkehrskoort ut dat Johr 1912 mit Forchheim ünnern

In dat 8. un 9. Johrhunnert wurrn in Forchheim en fränkischer Königshoff un en Pfalz upricht. 805 wurr de Stadt in dat Diedenhofener Kapitular vun Karl den Grooten ünner de Naam „Foracheim“ eerstmals in en Oorkunn nömmt. To dissen Tietpunkt weer Forchheim Deel vun dat ostfränkisch Nett vun Kontrollstatschonen för den Hannel mit de den Slawen.

In de folgen Johrhunnerten funnen in Forchheim tallriek Rieksdaag un Fürstendaag statt. De eerste Upenholt vun en ostfränkischen König is för 849 beleggt. Up den Hööchstpunkt vun hör Bedüüden weer de Pfalz in dat Johr 900, as dor an' 4. Februar de eerst sössjohrig Ludwig dat Kind to'n König wählt un kröönt wurr. Nah den Dood vun den letzten Karolinger wurr in Forchheim an' 10. November 911 Konrad I. to'n ostfränkischen König wählt.

An‘ 1. November 1007 hett Kaiser Heinrich II. dat Königsgoot Forchheim an dat Bisdom Bambarg schunken. Aber all 1039 stell Kaiser Heinrich III. de Stadt weer ünner Rieksverwalten, bevör se an‘ 13. Juli 1063 weer bitt o de Säkulariseeren 1802/1803 mit dat Bisdom Bambarg, dat af 1500 to den Fränkischen Riekskreis hörr, verbunnen wurr. In de Tiet vun Heinrich IV. wurr an‘ 15. März 1077 Herzog Rudolf von Rheinfelden in Forchheim as Gegenkönig wählt (vgl. Gang nah Canossa), worut de Stadt up politisch Ebene vermootlich in en ganz schlechten Roop keem.

Tüschen 1200 un 1220 wurr Forchheim to en Stadt erhaben un kreeg sien jetzig Wappen.

Wegen sien Festungseegenschap hett Forchheim ok den Dartigjohrigen Krieg överstahn, ahn en eenzig Mal innommen wurrn to ween. De Bambarger Fürstbischop is för de Sweden mehrere Male samt Domschatz in dat sekere Forchheim flücht, dat van 1632 bit 1634 mehrmals vun de Sweden belagert wurrn is.

Postkoort, um 1900

An‘ 6. September 1802 wurr de Stadt vun bayerisch Truppen besett, to dat Kurfürstendom Bayern anslooten un Seet vun en Landgericht, ut dat de latere Landkreis Forchheim entstunn. 1889 wurr Forchheim en kreisfree Stadt; 1972 verlor de Stadt mit de Rebeetsreform in Bayern hör Kreisfreeheit un wurrn in den Landkreis Forchheim eingleedert.

In de Tiet vun den Natschonalsozialismus wurr de Synagoog vun de Jöödsch Gemeend in de Wiesentstraße bi den Novemberpogrom 1938 vun SA-Männern schänd und zerstört, woran en Gedenksteen Tegenöver den ehmalgen Standoort vun dat Goddeshuus erinnert.[3]

Forchheim hett 2005 dat 1200-johrige Jubiläum vun de eerst oorkundlich Nömmen fiert. Dorto hett de Düütsche Post en Sonnerbreefmark to 45 Cent utgeven. 2004 weer de Stadt Schauplatz vun de Bayerische Landsutstellung| Edel und Frei. Franken im Mittelalter, de rund 200.000 Besöker harr.

Ingemeendungen[ännern | Bornkood ännern]

An‘ 1. Januar 1978 wurr de bit dorhen sülvständige Gemeend Kersbach ingleedert. An‘ 1. Mai 1978 keemen Buckenhofen un Burk hinzu.[4]

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Daniel Burger: Forchheim. mit Fotografien vun Friedrich Zirnsack. Regensburg (Verlag Schnell & Steiner) 2005 (= Großer Kunstführer, 214). ISBN 3-7954-1714-7
  • Hermann Ammon (Hrsg.): Forchheim in Geschichte und Gegenwart. Universitätsverlag, Bambarg 2004, ISBN 3-933463-18-1
  • Reinhold Glas: Forchheim. Stadt und Bürgerschaft zwischen Obrigkeit und Selbstverwaltung vom Mittelalter bis zum Übergang an Bayern (1802/03). Nürnberg 2008 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 21). ISBN 978-3-929865-14-1.
  • Konrad Kupfer: Forchheim. Geschichte einer alten fränkischen Stadt. 4. Uplaag, Frankenverlag Spindler, Nürnbarg 1998, ISBN 3-88929-068-X
  • Andreas Otto Weber, Wolfgang Wüst: Franken und Forchheim im Mittelalter. An Regnitz, Aisch und Wiesent. Heimatkundliche Zeitschrift für Stadt und Landkreis Forchheim. Sonderheft 2. Druckerei F.A. Streit, Forchheim 2004
  • Tilmann Breuer: Stadt und Landkreis Forchheim. Kurzinventar, München: Dt. Kunstverl. 1961 (= Bayerische Kunstdenkmale, 12)
  • Gerhard Batz: Das Pilatus-Puzzle. Bestandsaufnahme und Hintergründe einer europäischen Sage in Franken. Palm & Enke, Erlangen 2003, ISBN 3-7896-0675-8 Leseprobe

Weblenken[ännern | Bornkood ännern]

Commons-logo.svg Forchheim. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.

Enkeld Nahwiesen[ännern | Bornkood ännern]

  1. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20150211/095008&attr=OBJ&val=1196
  2. http://www.forchheim.de/sites/default/files/files/Wohnen%20und%20Stadtentwicklung/ISEK/Tischvorlage%20Kultur,%20Sport,%20Freizeit%20und%20Tourismus.pdf
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 138
  4. Herutgever: Statistisches Bundesamt: Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982, Johr: 1983, Verlag W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart un Mainz| ISBN = 3-17-003263-1, Siet 684}}