Diodor

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Diodorus Siculus in en Fresco ut dat 19. Johrhunnert

Diodor (ooldgr. Διόδωρος, Diodoros; lat. Diodorus oder Diodorus Siculus, ‚Diodor vun Sizilien‘) weer en greekschen Schriever un Historiker to de Tied vun den laten Hellenismus in de Antike. Leevt hett he in de eerste Hälft vun dat 1. Johrhunnert v. Chr.. Over sien Leven is meist nix bekannt. He stamm ut de Polis Agyrion up Sizilien un hett sik längere Tied in Rom un Ägypten upholen (to de Tied vun de 180. Olympiade, also in de Johre 60/59 v. Chr. bit 57/56 v. Chr.).

Diodor sien Geschichtswark is in Ooldgreeksch schreven un driggt den Titel Βιβλιοθήκη Ἱστορική ‚Bibliothéke historiké‘ (vullen Titel: Διόδωρου Σικελιώτου Βιβλιοθήκη Ἱστορική, lat. Diodori Siculi Bibliotheca historica, up Platt: „Den Diodor vun Sizilien siene histoorsche Bibliotheek“). Dor hannelt sik dat um en Weltgeschicht in 40 Böker bi. De Böker 1-5 un 11-16, dorto noch 18-20 liggt hüdigendags noch heel un deel vor. In dat 17. Book gifft dat en poor Stäen, de sünd verschütt gahn. De Böker 6-10 un 21-40 hefft wi bloß noch in Fragmente, sunnerlich dör Zitate vun Schrievers ut dat Byzantiensche Riek. He fangt bi de Mythen und Sagen ut de Vortied an un geiht hen bit in Julius Caesar siene Tied (wohrschienlich bit 60/59 v. Chr., as Caesar Kunsel wurrn is. Dor is dat dat gröttste Geschichtswark mit, dat vun en greekschen Schriever ut de Antike up us to kamen is.

Diodor sülms hett seggt, he weer 30 Johre unnerwegens ween up Reisen un to'n Forschen. He hett avers ok veel öllere Schriften in sien Wark overnahmen un de denn dorbi umschreven (sunnerlich fehlt allerhand Reden, de dat suß bi antike Schrievers unbannig veel gifft). So scholl dat Publikum siene Schriften beter lesen un verstahn könen. De Qualität vun Diodor siene Schriften is bannig verscheden, dat hangt sunnerlich vun de Borns af, de he bruken deit. Vundeswegen weet een hüdigendags nich jummers, wat he denn nun vun Diodor siene Berichte holen schall. Dat gifft avers dörchut Afsnitte in sien Wark, de sünd vun hoge Qualität, tomolen he meist Warke verarbeit' hett, up de een sik enigermaten verlaten kann. So hett he to'n Bispeel dat Wark vun Hieronymos vun Kardia bruukt. Dat is en Born ut de Tied vun de Diadochen, de openbar ganz exzellent is, man vun de bloß noch Fragmente vorliggen doot.

En beten kortweg kann een seggen: Diodor is just so good, as siene Borns, de he tämlich faken ok nömen deit. He schrifft in de Koine vun siene Tied un bruukt en Stil, de kloor un good to lesen is.

Textutgave[ännern | Bornkood ännern]

Bibliotheca historica, 1746
  • Diodori bibliotheca historica (Bibliotheca Teubneriana).
    • Vol. 1 post I. BEKKER / L. DINDORF rec. F. VOGEL. Leipzig 1888 (Book 1–4; Needruck Stuttgart 1964).
    • Vol. 2 post I. BEKKER / L. DINDORF rec. F. VOGEL. Leipzig 1890 (Book 5–12; Needruck Stuttgart 1985).
    • Vol. 3 post I. BEKKER / L. DINDORF rec. F. VOGEL. Leipzig 1893 (Book 13–15; Needruck Stuttgart 1985).
    • Vol. 4 post I. BEKKER / L. DINDORF rec. C. Th. FISCHER. Leipzig 1906 (Book 16-18; Needruck Stuttgart 1964).
    • Vol. 5 post I. BEKKER / L. DINDORF rec. C. Th. FISCHER. Leipzig 1906 (Buch 19-20; Needruck Stuttgart 1964).
    • Vol. 6 post I. BEKKER / L. DINDORF rec. C. Th. FISCHER. Leipzig 1867/1868 (Fragmente, Index; Needruck Stuttgart 1991).

Oversetten up Hoochdüütsch[ännern | Bornkood ännern]

  • Diodoros, Griechische Weltgeschichte (Bibliothek der griechischen Literatur, Hiersemann-Verlag). Buch 1-10, Teil 1 (Buch 1-3), übersetzt v. G. Wirth, eingeleitet u. kommentiert v. Th. Nothers, Stuttgart 1992. Buch 1-10, Teil 2 (Buch 4-10), übersetzt v. O. Veh, eingeleitet u. kommentiert v. Th. Nothers, Stuttgart 1993. Buch 11-13, übersetzt v. O. Veh, eingeleitet u. kommentiert v. W. Will, Stuttgart 1998. Buch 14-15, übersetzt v. O. Veh, überarbeitet, eingeleitet u. kommentiert v. Th. Frigo, Stuttgart 2001. Buch 16, übersetzt v. O. Veh, überarbeitet, eingeleitet u. kommentiert v. Th. Frigo, Stuttgart 2007. Buch 17, übersetzt v. O. Veh, eingeleitet u. kommentiert v. M. Böhme, Stuttgart 2009. Buch 18-20, übersetzt v. O. Veh / G. Wirth, eingeleitet u. kommentiert v. M. Rathmann, Stuttgart 2005. Buch 21-40, übersetzt u. kommentiert v. G. Wirth, Stuttgart 2008.
  • Julius Friedrich Wurm: Diodor’s von Sizilien historische Bibliothek. Metzler, Stuttgart 1831 (Buch 1-10) (online), Stuttgart 1832 (Buch 11-14) (online), Stuttgart 1838 (Buch 15-18) (online), Stuttgart 1839 (Buch 19-40) (online).

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Delfino Ambaglio: La Biblioteca storica di Diodoro Siculo. Problemi e metodo. Edizioni New Press, Como 1995 (Biblioteca di Athenaeum. 28, Vörlaag:ZDB).
  • Dino (i. e. Delfino) Ambaglio (Hrsg.): Atti del Convegno Epitomati ed epitomatori. Il crocevia di Diodoro Siculo. Pavia, 21–22 aprile 2004. Edizioni New Press, Como 2005, (Syggraphe 7).
  • Jan Bergman: Isis-Seele und Osiris-Ei. Zwei ägyptologische Studien zu Diodorus Siculus I 27, 4-5. Almqvist & Wiksell, Uppsala u. a. 1970 (Acta Universitatis Upsaliensis – Historia Religionum 4, Vörlaag:ZDB).
  • Kai Brodersen: Zur Überlieferung von Diodors Geschichtswerk. In: Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik 94, 1992, S. 95-100.
  • Richard Laqueur: Diodors Geschichtswerk - Die Überlieferung von Buch I-V. Aus d. Nachlaß hrsg. v. K. Brodersen. Frankfurt am Main u.a. 1992
  • Klaus Meister: Die griechische Geschichtsschreibung. Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1990, ISBN 3-17-010264-8, S. 171ff.
  • Kenneth S. Sacks: Diodorus Siculus and the First Century. Princeton University Press, Princeton NJ 1990, ISBN 0-691-03600-4.
  • M. Sartori: Storia, "utopia" e mito nei primi libri della "Bibliotheca historica" di Diodoro Siculo. In: Athenaeum 62, 1984, S. 492-536.
  • Eduard Schwartz: Diodor [38] von Agyrion. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band V,1, Stuttgart 1903, Sp. 663–704 (neu abgedruckt in: Eduard Schwartz: Griechische Geschichtsschreiber. 2. Auflage. Koehler & Amelang, Leipzig 1959).
  • Gerhard Wirth: Diodor und das Ende des Hellenismus. Mutmaßungen zu einem fast unbekannten Historiker. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1993, ISBN 3-7001-1998-4 (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte 600).
  • Gerhard Wirth: Katastrophe und Zukunftshoffnung. Mutmaßungen zur zweiten Hälfte von Diodors Bibliothek und ihren verlorenen Büchern. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2007, ISBN 978-3-7001-3723-8 (Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte 750).

Weblenken[ännern | Bornkood ännern]