Konrad Zuse

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Konrad Zuse (1992)

Konrad Ernst Otto Zuse (* 22. Juni 1910 in Berlin; † 18. Dezember 1995 in Hünfeld bi Fulda) weer en düütsch Boingenieur, Utfinner un Ünnernehmer (Zuse KG). Mit sien Entwicklung vun de Z3 in dat Johr 1941 hett he den eersten vullautomaatschen, programmstüerten un free programmeerten, in binär Gleitpunktreken arbeiten Reekner vun de Welt boet.

Leven[ännern | Bornkood ännern]

Konrad Zuse wurr an’ 22. Juni 1910 in Berlin as Söhn vun Maria un Emil Zuse geboren. He harr noch en öllere Süster. As he twee Johr oolt weer, truck de Familie nah Braunsberg in Brannenborg, wo de Vader as Postbeamter arbeiten dee. Dor hett he dat Gymnasium besöcht. 1923 truck de Familie nah Hoyswerda, wo he 1928 sien Abitur makt hett.

Dornah hett he an de hüdige Technische Universität Berlin eerst Maschinenbo, denn Architektur un denn Boingenieurswesen studeert, wat he 1935 afslooten hett. Zuse hett sück sülvst as „Bummelstudent“ betekent.[1] Nah sien Studium fung he dormit an, Reekners to bauen, wat aber eerst nich so klappt hett.

He wurr tweemal in’ Kriegsdeenst inberopen, hett aber nie an’ Krieg deelnemmen musst, wiel sien Arbeiten to wichtig weern. Sien Firma weer de eenzige, de in Düütschland Reekner entwickeln drüff.[2]

1945 hett he Gisela Brandes in Berlin heiraadt, mit de he 5 Kinner harr. Se sünd denn vun Berlin ut flücht un in’ Allgäu lannt, wo he sien Zuse KG grünnt hett. 1964 muss he aber sien Kapitalandeelen wegen tovöl Schulden afgeven. Dornah weer he as Berader tätig, hett dat Book to’n Reeken Ruum schreven un sück dornah de Maleree widmet. Sien in’ expressionistischen Stil hollen Biller hett he deelwies mit dat Pseudonym „Kuno See“ signeert.

Ehrungen (Utwahl)[ännern | Bornkood ännern]

  • He kreeg 8 Ehrendokterwürden
  • 1995: Bundsverdeenstkrüüz mit Steern un Schullerband
  • 2003: Zuse weer in’ ZDF up Platz 15 vun de gröttsten Düütschen wählt.
  • 2010: De Düütsch Post AG hett en Sünnerbreefmark mit sien Konterfei rutgeven

Publikatschonen (Utwahl)[ännern | Bornkood ännern]

  • Rechnender Raum. Vieweg, Bronswiek 1969, ISBN 3-528-09609-8 (Schriften zur Datenverarbeitung. Bd. 1).
  • Der Computer – Mein Lebenswerk. Springer, Berlin 1984, ISBN 3-540-13814-5.

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Jürgen Alex, Hermann Flessner, Wilhelm Mons, Horst Zuse: Konrad Zuse: Der Vater des Computers. Parzeller, Fulda 2000, ISBN 3-7900-0317-4
  • Raul Rojas (Hrsg.): Die Rechenmaschinen von Konrad Zuse. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-63461-4.
  • Jürgen Alex: Wege und Irrwege des Konrad Zuse. In: Spektrum der Wissenschaft (dt. Ausgabe von Scientific American) 1/1997, ISSN 0170-2971.
  • Hadwig Dorsch: Der erste Computer. Konrad Zuses Z1 - Berlin 1936. Beginn und Entwicklung einer technischen Revolution. Mit Beiträgen von Konrad Zuse und Otto Lührs. Museum für Verkehr und Technik, Berlin 1989.
  • Clemens Kieser: „Ich bin zu faul zum Rechnen“ - Konrad Zuses Computer Z22 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 4/34/2005, Esslingen am Neckar, S. 180-184, ISSN 0342-0027.
  • Arno Peters: Was ist und wie verwirklicht sich Computer-Sozialismus: Gespräche mit Konrad Zuse. Verlag Neues Leben, Berlin 2000, ISBN 3-355-01510-5.
  • Paul Janositz: Informatik und Konrad Zuse: Der Pionier des Computerbaus in Europa – Das verkannte Genie aus Adlershof. In: Der Tagesspiegel Nr. 19127, Berlin, 9. März 2006, Beilage Seite B3.
  • Jürgen Alex: Zum Einfluß elementarer Sätze der mathematischen Logik bei Alfred Tarski auf die drei Computerkonzepte des Konrad Zuse. TU Chemnitz 2006.
  • Jürgen Alex: Zur Entstehung des Computers – von Alfred Tarski zu Konrad Zuse. VDI-Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-18-150051-4, ISSN 0082-2361.
  • Friedrich Christian Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand. Biographischer Roman, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2009, ISBN 978-3-87134-642-2
  • Wilfried de Beauclair/ F. Genser: Vom Zahnrad zum Chip: eine Bildgeschichte der Datenverarbeitung 3 Bde., Superbrain-Verlag, Balje 2005, ISBN 3-00-013791-2.

Weblenken[ännern | Bornkood ännern]

Commons-logo.svg Konrad Zuse. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.
Wikiquote-logo.svg Op Wikiquote gifft dat Zitaten to, över oder vun „Konrad Zuse“ (hoochdüütsch).

Enkeld Nahwiesen[ännern | Bornkood ännern]

  1. Konrad Zuse: Der Computer – Mein Lebenswerk. 3. Oplaag. Springer, Berlin 1993, ISBN 3-540-56292-3, S. 159.
  2. Konrad Zuse: Der Computer – Mein Lebenswerk. 3. Auflage. Springer, Berlin 1993, ISBN 3-540-56292-3, S. 67.