Ostermoor (Elisabethfehn)

Vun Wikipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Dat Ostermoor, ok Barßeler Moor, lag tüschken Sagter Ems mit Ramsloh un Strücklingen up de eene, un Soeste mit Barßel un Harkebrügge up de annere Siete. Vandage hört dat to’n Landkreis Cloppenborg. Dat ehemoalige Hoochmoor is nu bit up lütke Reste afdrogen. Hier liggt nu de Oortschupp Elisabethfehn.

Herkommen[ännern | Bornkood ännern]

Dat Ostermoor is no de lesste Iestied in een Tietruum van 10.000 bis 12.000 Johren entstohn. Et handelte sük üm een uhrenglasförmiget upgewölbtet, suret Küsten-Hooch- or Regenmoor, dat alleen doer Neddersläge (ombrotroph) versorgt woor un nährstoffarm (oligotroph) was. So een Moor hev een Stickstoffgehalt, betrocken up Kohlenstoff (NC - Wert), < 3 Prozent un een pH-Wert van 2,8 to 3,4. De natürlike toerfmakende Vegetation bestönd ut Torfmoos, Wollgras un Heidekrut. Düt Hoochmoor, dat as een vullgetrockenen Schwamm een över dat Grundwaterniveau liggenden eigenen Moorwaterspeegel harr, stönd jüst as alle Hoochmoore nich mit dat Grundwater in verbindung un kömp an de höchste Steed up eene Dicke van 10,30 meters.

Urbarmoakung van dat Ostermoor[ännern | Bornkood ännern]

No de öllsten Mittdeelungen began de Urbarmaakung van de Hochmoors cirka üm 1400, as in Noordwesten van düt Land, dat nur minn bewaldet was, dat Holt knapp wörd un mehr Heizmaterial för de wassende Bevölkerung bruukt wörd. In eene Schrift van 1415, wo en Arv in Bollingen för dat Kloaster Langen in Ostfräisland beschreben wet, steiht: ...en stuecke phanes, dar men eede uppe graven mach, wat bedütt: ...een pant moor up dat man toerf graven kann. In eene urkunde van Grimersum ut 1426 heet et: ... enen waghenlast torves to halende van elken huse besunderlingx uppe den veene (E. Friedländer: Ostfries. Urkundenbuch Nr. 340). De Druck dör de anwassende Bevölkerung was so de Utlöser van de grootflächige Entwaterung un de Upschlutung van de Hochmoors.

De Hochmoors wörn tonächst nur van de Rändern ut afgraven. As Buurei konnen sei dat Moor wegen de hoge Fuchtigkeit nich nutzen bis et effektive methoden för de Entwässerung gav. Du kannst de veer Arten of de Moorkultivierung mit eere Utwirkung noch goed in Elisabethfehn sehen:


Wat ut de Kultivierung van’t Ostermoor entstohen is[ännern | Bornkood ännern]

De Landschupp, in de dat ehemoalige Ostermoor leegen hev, is dör dat ingrepen van Mensken radikal verännert worn. De Moorbrandkultur un de Duitsche Hochmoorkultur brachten eene deelwiese Entwaterung mit sük un dormit kömp et to een Utdrügen un ene Mineralisierung of den böversten Grund. Man de Holländische Fehnkultur vernichtete jüst de Substanz van’t Hoochmoor. De Sandmischkultur bröch woll kienen Substanzverlust mit sük, aver dör dat depe Ümplögen bis up de Sandschicht, de Water dörlett, is för een Moor kiene Grundlage mehr vörhannen. So bint nur an’n Rand noch Berieke, de sük in Sinn van Naturschutz renaturieren lot. De Urlandschupp is för alle Tiet weg.

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Eva Blawert: Marsch, Moor, Geest in Ostfriesland. Das Moor, Bd.2, Aurich 1987
  • Friedrich Brüne: Die niedesächsischen Moor und ihre landwirtschaftliche Nutzung, Veröffentlichungen Reihe A1 Band 38, Niedersächsisches Amt für Landesplanung und Statistik 1952
  • Gustav Schünemann: Elisabethfehn, Rhauderfehn 1992
  • Sarah Weßmann:Veränderung der Landschaft durch Moorkultivierung und ihre Auswirkungen auf die Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur am Beispiel Elisabethfehn, Selbstverlag, Cloppenburg 2001
  • Werner Kaemling:Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3