Medaillenmaker

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Stempel for en Münten ut dat Middeloller. Dat hannelt sik um den Gros tournois. De Stempel is maakt wurrn vun en „Iesensnieder“
Medaille vun Hörnlein to de Inflatschoon vun 1923. De Medaillenmaker hett de meisten Vörlagen direktemang in den Stahlstempel rinsneden.

Bi den Medaillenmaker (ok Iesensnieder oder Stempelsnieder) hannelt sik dat um en Künstler, de Vörlagen vun Medaillen, Plaketten oder Münten maken deit. Faken sett he sien Vörlagen ok sülms um un snitt oder gutt en Stempel to’n Prägen.

Historie[ännern | Bornkood ännern]

Dat Müntenbild is toeerst vun den Müntenmaker direktemang mit en Steker in dat Müntiesen (Müntstempel) deep un spegelverkehrt ingraven wurrn. Meist harrn de Stempelsnieders Verlööf, nich bloß de Updräge vun den Staat na to kamen, man for en beter Inkamen ok up egen Reken to arbeiden. So weern se nich bloß mit Münten- un Medaillenstempeln for den Staat togange, man möken ok Medaillen in privaten Updrag. Wenn een Müntenmaker weern woll, möss he sik toeerst to’n Graveur utbillen laten. Nadem he dat Handwark lehrt hett, konn he bigahn un sik to’n Künstler wieterbillen laten. Dor weer dat wichtig bi, teken un formen to lehren.

Signatur[ännern | Bornkood ännern]

Den Husdaler siene Signatur, um 1537 rüm. Düsse Medaille vun H. Magdeburger weer een vun de eersten Medaillen in Düütschland mit den Künstler siene Signatur

Signaturen vun Medaillenmakers sünd eerst in de Tied vun de Renaissance upkamen un toeerst geev de dat ok bloß up Medaillen. Een vun de eersten Medaillen mit en Signatur vun den Künstler is de Husdaler, de to’n Andenken an den böhmschen Reformater Jan Hus rutgeven wurrn is. An’n meisten gifft dat Signaturen bi Medaillen ut dat 18. un 19. Johrhunnert. Dormals sünd Medaillenmakers ehre Signaturen up Münten man noch roor. Bi Münten warrt dat eerst vun de Midden vun dat 20. Johrhunnert af an anners, in de Hauptsaak bi Sunner-Utgaven, de faken den Künstler siene Signatur wiest.

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Paul Arnold, Max Fischer, Ulli Arnold: Friedrich Wilhelm Hörnlein. 1873–1945. Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Münzkabinett, Dresden 1992.
  • Max Barduleck: Die letzten Jahre der Münze in Dresden. Werksverzeichnis 1865 bis 1911. Herausgegeben von Paul Arnold. Transpress, Berlin 1981.
  • Julius Erbstein, Albert Erbstein: Erörterungen auf dem Gebiete der sächsischen Münz- und Medaillen-Geschichte. Bei Verzeichnung der Hofrath Engelhardt'schen Sammlung veröffentlicht. = Sammlung Engelhardt / Erbstein. Erbstein, Dresden 1888.
  • Heinz Fengler, Gerd Gierow, Willy Unger: transpress-Lexikon Numismatik. Transpress, Berlin 1976.
  • Friedrich von Schrötter, Nikolaus Bauer, Kurt Regling, Arthur Suhle, Richard Vasmer, Julius Wilcke (Rutg.): Wörterbuch der Münzkunde. de Gruyter, Berlin u. a. 1930 (2. Nadruck, ahn Ännern, just dor 1970).
  • Wolfgang Steguweit: Geschichte der Münzstätte Gotha. Vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Böhlau, Weimar 1987, ISBN 3-7400-0050-3.
  • Wolfgang Steguweit: Die Medaille und Gedenkmünze des 20.Jahrhunderts in Deutschland (= Die Kunstmedaille in Deutschland. Bd. 14). Mann, Berlin 2000, ISBN 3-88609-443-X.
  • Wolfgang Steguweit: Europäische Medaillenkunst von der Renaissance bis zur Gegenwart. Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, ISBN 3-88609-379-4.

Weblenken[ännern | Bornkood ännern]

Commons-logo.svg Medaillenmakers. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.