Ludwig Wittgenstein
| Ludwig Josef Johann Wittgenstein | ||
| Personen-Informatschoonen | ||
|---|---|---|
| Boortsdag | 26. April 1889 | |
| Boortsstell | Wien | |
| Doodsdag | 29. April 1951 | |
| Doodsstell | Cambridge | |
| Natschoonalität | öösterrieksch (bet 1939) brietsch (vun 1939 an) | |
| Kunnig för | Tractatus Logico-Philosophicus | |
| Arbeid | Philosoph | |
Ludwig Josef Johann Wittgenstein (* 26. April 1889 in Wien; † 29. April 1951 in Cambridge) weer een öösterrieksch-brietschen Philosophen, de sik mit de Logik, de Philosophie vun de Mathematik, de Philosophie vun den Verstand un de Spraakphilosphie befaat.[1]
Vun 1929 bet 1947 leer he an de University of Cambridge.[1] To Leevtieden broch he man een Book över siene Philosophie ruut: de 75 Sieden lange Logisch-Philosophische Abhandlung, de ook ünner de latiensche Titel Tractacus Logico-Philosophicus bekannt is. Sien eenzig anner Warken, de he Leevtieden ruuchtbroch, weer de Artikel Some Remarks on Logical Form (1929),[2] ene Rezenschoon vun The Science of Logic vun P. Coffey,[3] un een Kinnerwöörbook. Siene ümfangrieken Manuskripten kemen eerst na sienen Dood as Editschonen ruut. De bekannste Editschoon sünd de Philosophische Untersuchungen, de 1953 ruutkemen.
Siene Philosophie warrt faken in ene fröhe Phaas, de in de Tractatus to seen is, un ene late Phaas, de in de Philosophische Untersuchungen to seen is, ünnerdeelt. De „fröhe“ Wittgenstein befaat sik mit logische Relatschoon twüschen Uutsagen un de Welt un glööv, dat alle philosoophschen Problemen lööst warrn köönt, indem dat düsse Relatschoon, de Grundlaag för düsse Logik is, gründlich verklaart warrt. De „late“ Wittgenstein het avers vele Annamen uut de Tractatus torüggwiesen un argumenteert, dat de beste Weg Wöör to verstaan in Aard un Wies is, in de se in de Spraak bruukt warrt.[4][5]
Ludwig Wittgenstein keem in Wien as Kind vun ene rieke Familie op de Welt un arv 1913 een groot Vermögen vun sienen Vadder. Vöör den Eersten Weltkrieg ünnerstütt he mit sienen Geld Ludwig von Ficker, the Ruutgever vun de Der Brenner un Künstlers un Schrievers as Georg Takl, Rainer Maria Rilke, Oskar Kokoschka oder den Architekten Adolf Loos.[6][7] Na den Eersten Weltkrieg övergeev de stark depressive Wottgenstein sien Vermögen an siene nableven Bröder un Sösters.[8][9]
Wittgenstein het siene akadeemsche Loopbaan in’n Eersten Weltkrieg ünnnerbraken un deen in de öösterrieksche Armee. In’n Tweden Weltkrieg het he in enen Krankenhuus in London un as Labortechniker in de Royal Victoria Infirmary in Newcastle upon Tyne arbeidt.
Warken
[ännern | Bornkood ännern]- Logisch-philosophische Abhandlung. (Tractatus Logico-Philosophicus), 1921.
- The Big Typescript.
- Philosophische Untersuchungen. (1936–1946), Eerstuutgave 1953. Düütsche Eerstuutgave 1967 (Suhrkamp). Anner Uutgaav : Philosophische Untersuchungen. Kritisch-genetische Edition. Suhrkamp, Frankfort an’n Main 2001.
- Über Gewißheit. Entstanden 1950/1951. Eerstuutgaav 1984.
- Vorlesungen und Gespräche über Ästhetik, Psychologie und Religion. Vandenhoeck & Ruprecht, Chöttingen 1966 (Weddergaav vun siene Vörlesungen to Ästhetik in’n Sommer 1938 un Gespreken twuschenn Rush Rhees undLudwig Wittgenstein 1942–1946; uptekent vun Wittgenstein siene Tohörer; uut’n Engelschen).
- Joachim Schulte (Ruutgever): Vortrag über Ethik. Suhrkamp, Frankfort an’n Main 1989.
- Vorlesungen über die Philosophie der Psychologie 1946/47. Frankfort an’n Main 1991.
- Warkuutgaven
- Schriften. 7 Bde. Suhrkamp, Frankfort an’n Main.
- Bd. 1: Tractatus logico-philosophicus. Tagebücher 1914–1916. Philosophische Untersuchungen. Ruutgeven vun Rush Rhees. 1960.
- Bd. 2: Philosophische Bemerkungen. Aus dem Nachlaß. Ruutgeven vvun Rush Rhees. 1964.
- Bd. 3: Wittgenstein und der Wiener Kreis. Gespräche. Uptekent van Friedrich Waismann. Anhang: Waismanns Thesen. Ruutgeven vun B. F. McGuinness. 1967.
- Bd. 4: Philosophische Grammatik : Teil 1: Satz, Sinn des Satzes. Teil 2: Über Logik und Mathematik. Ruutgeven vun Rush Rhees. 1969.
- Bd. 5: Das Blaue Buch. Eine philosophische Betrachtung (Das braune Buch). Ruutgeven vun Rush Rhees. 1970.
- Bd. 6: Bemerkungen über die Grundlagen der Mathematik. Ruutgeven vun G. E. M. Anscombe. 1974.
- Bd. 7: Bemerkungen über die Philosophie der Psychologie. Letzte Schriften über die Philosophie der Psychologie. Ruutgeven vun G. E. M. Anscombe. 1982.
- Bd. 8: Bemerkungen über die Farben. Über Gewißheit. Zettel. Vermischte Bemerkungen. 1984.
- Wiener Ausgabe. 15 Bänn (Stand 202, 4 Bänn Apparat (Konkordanz- un Register) un 6 Studienbännn). Springer, Wien 1993–2000. Sied 2019 maakt vun Michael Nedo de Wiener Uutgave bi Vittorio Klostermann in Frankfort wieder.[10]
- Wittgenstein’s Nachlass. The Bergen Electronic Edition. 6 CD-ROMs, 1998. Faksimile-Uutgaav vun de Nalatels. (ca. 20.000 Sieden).
- Dagböker un Breev’
- Wilhelm Baum (Ruutgever): Geheime Tagebücher 1914–1916. 2. Aufl., Turia + Kant, Wien 1992.
- Ilse Somavilla (Ruutgever): Denkbewegungen. Tagebücher 1930–1932/1936–1937. Deel 1: Normalisierte Fassung. Deel 2: Diplomatische Fassung. Haymon, Innsbruck 1997.
- Ilse Somavilla (Ruutgever): Licht und Schatten. Ein nächtliches (Traum-)Erlebnis und ein Brief-Fragment. Haymon, Innsbruck 2004.
- Annette Steinsiek, Anton Unterkircher (Ruutgever): Ludwig (von) Ficker – Ludwig Wittgenstein. Briefwechsel 1914–1920. iup, Innsbruck 2014. ISBN 978-3-902936-41-7.
Literatur
[ännern | Bornkood ännern]Biografien (chronoloogsch)
[ännern | Bornkood ännern]- Stephen Toulmin, Allan Janik: Wittgenstein’s Vienna. 1972.
- Wilhelm Baum: Ludwig Wittgenstein. In: Köpfe des 20. Jahrhunderts. 103, Colloquium-Verlag, Berlin 1985, ISBN 3-7678-0645-2.
- Ray Monk: Ludwig Wittgenstein: The Duty of Genius. Vintage, London 1991. Dt.: Das Handwerk des Genies. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-94280-7 (vele Zitate uut Breven un Dagböker).
- Brian McGuinness: Wittgensteins frühe Jahre. Suhrkamp, Frankfort an’n Main 1992, ISBN 3-518-28614-5 (detailriek)
- Kurt Wuchterl, Adolf Hübner: Wittgenstein. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbeek 1998, ISBN 3-499-50275-5 (kort vele Fotos
- David J. Edmonds, John A. Eidinow: Wie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte. Eine Ermittlung. DVA, München 2002, ISBN 3-421-05356-1
- Paul Wijdeveld: Ludwig Wittgenstein, Architekt. Wiese Verlag, Basel 2000, ISBN 3-909164-03-X.
- Joachim Schulte: Ludwig Wittgenstein. Leben. Werk. Wirkung. (Taschenbook) Suhrkamp, Frankfort an’n Main 2005, ISBN 978-3-518-18209-3.
- Wilhelm Pellert: Wittgenstein. Theaterstück. Uraufführung: Wien, Freie Bühne Wieden 2011.
- Nicole L. Immler: Das Familiengedächtnis der Wittgensteins. Zu verführerischen Lesarten von (auto-)biographischen Texten. Transcript, Builefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1813-6.
- Michael Nedo (Ruutgever): Ludwig Wittgenstein. Ein biographisches Album. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63987-6.
- Wilhelm Baum: Wittgenstein im Ersten Weltkrieg. Die „Geheimen Tagebücher“ und die Erfahrungen an der Front (1914–1919). Kitab, Klagenfurt 2014, ISBN 978-3-902878-43-4.
- Ilse Somavilla (Ruutgever): Hermine Wittgenstein. Familienerinnerungen. Haymon, Innsbruck/Wien 2015. ISBN 978-3-7099-7200-7.
- Manfred Geier: Wittgenstein und Heidegger. Die letzten Philosophen. Rowohlt, 2017. ISBN 3-498-02528-7.
- Brian McGuinness, Radmila Schweitzer (Ruutgever): Wittgenstein. Eine Familie in Briefen. Haymon, Innsbruck/Wien 2018, ISBN 978-3-7099-3445-6.
Inföörböker
[ännern | Bornkood ännern]- Chris Bezzel: Wittgenstein zur Einführung. Junius, Hamborg 2000, ISBN 3-88506-330-1.
- Kai Buchholz: Ludwig Wittgenstein. Campus, Frankfort an’n Main u. a. 2006, ISBN 3-593-37858-2.
- Hans-Johann Glock: Wittgenstein-Lexikon. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2000.
- A. C. Grayling: Wittgenstein. Herder, Freiburg im Breisgau 1999, ISBN 3-451-04739-X.
- Hans Jürgen Heringer: „Ich wünschte, 2×2 wäre 5!“ Ludwig Wittgenstein. Eine Einführung. Königshausen & Neumann, Würzburg 2019, ISBN 978-3-8260-6658-0.
- Anthony Kenny: Wittgenstein. (Taschenbook), Suhrkamp, Frankfort an’n Main 1987, ISBN 3-518-27669-7.
- Richard Raatzsch: Ludwig Wittgenstein zur Einführung. Junius, Hamborg 2008, ISBN 978-3-88506-643-9.
- Georg Römpp: Ludwig Wittgenstein. Eine philosophische Einführung. UTB 3384, Böhlau, Köln 2010, ISBN 978-3-8252-3384-6.
- Joachim Schulte: Wittgenstein. Eine Einführung. Reclam, Stuttgart 2001, ISBN 3-15-008564-0.
- Wilhelm Vossenkuhl: Ludwig Wittgenstein. C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-38931-7 (Rege „Denker“).
- Thomas Wachtendorf: Ethik als Mythologie. Sprache und Ethik bei Ludwig Wittgenstein (= Wittgensteiniana, Band 3). Parerga, Berlin 2008, ISBN 978-3-937262-77-2 (Dissertatschoon Universität Oldenbourg 2007, 296 Seiten).
Nettverwiesen
[ännern | Bornkood ännern]- Texten
- The Ludwig Wittgenstein Project Alle Texten vun Wittgenstein in verscheden Spraken
- Nakieksels
- Anat Biletzki und Anat Matar: Ludwig Wittgenstein. In: Edward N. Zalta (Heruutgever): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- Archiven
- Wittgenstein Archiv, Cambridge mit detailriek Biographie (Memento von’n 7. Mai 2013 in dat Internet Archive)
- The Wittgenstein Archives at the University of Bergen (WAB)
- Facksellschoppen
Nawiesen
[ännern | Bornkood ännern]- 1 2 Daniel Danett: Ludwig Wittgenstein. In: Time, 29. März 1999. (Archiv)
- ↑ "Some Remarks on Logical Form
- ↑ The Cambridge Review, Vol. 34, No. 853, March 6, 1913
- ↑ Ian Proops: The New Wittgenstein: A Critique. In: European Journal of Philosophy. 2001, Band 9 (3), S. 375–404, doi: 10.1111/1468-0378.00142 (online opropen den 16. Februar 2018)
- ↑ Ludwig Wittgenstein: Philosophical Investigations, sec. 43; ziteert na Garth S. J. Hallett: Wittgenstein's Definition of Meaning As Use. New York: Fordham University Press 1967, S. 1.
- ↑ Wittgenstein, Ludwig, Private Notebooks: 1914–1916 (edited and translated by Marjorie Perloff), New York: Liveright Publishing Corporation, 2022, p. 79.
- ↑ Klagge, James C. (2016). Simply Wittgenstein. New York: Simply Charlie, p. 27.
- ↑ Ludwig Wittgenstein or the Philosophy of Austere Lines. Goethe Institute. „When his father died in 1913 ... Ludwig inherited a considerable fortune.... Then, after World War I, in which he fought as a volunteer in the Austro-Hungarian army, he gave away his entire [remaining] fortune to his brothers and sisters and, plagued by depression, sought refuge in Lower Austria, where he worked as a primary school teacher.“
- ↑ Bruce Duffy: The Do-It-Yourself Life of Ludwig Wittgenstein. In: The New York Times, 13. November 1988.
- ↑ Editionsplan der Wiener Ausgabe, abgerufen am 19. März 2023.
