Diskuschoon:Ollmark

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Ollmark[Bornkood ännern]

Bruker:UliDolbarge hett in sien Kommentar schreven: »Ollmark« is de eenzige Form in’t „Middelelvsche Wöörbook“, up Friedrich Hasselmann sien Plattdüütsch Landkaart un up „streektaal.net“ [1]

Dor wull ik maal en beten nakieken, wat dat stimmt. Wenn dat stimmt, mutt de Artikel schaven warrn. Funnen heff ik:

  • Fritz Hagen: Kiek mal'n bitschen rinn - Plattdütsche Gedichte, Geschichten un poor Biller ut de Oltmark van früher un hüt. (Dat o in Oltmark is bi Hagen kort. Dat is to sehn bi sien anner Book O Olltmark uns' leew Heimatland.)
  • Wolfgang Lindow, Claus Schuppenhauer: Die niederdeutsche Sprache: Einführende Handreichung für Lehrende. S. 65: beid' weern se uut de Ooltmark

Sünd aver jümmer blots ganz enkelte Drepers. To Ollmark is en ganzen Hümpel to finnen. Dorüm dücht mi dat dat beste, wenn wi den Artikel schuuvt. --::Slomox:: >< 07:35, 15. Feb. 2016 (CET)

Nach der im Richard Mehlems Atlas der Celler Mundart, Marburg 1967, auf S. 31 abgedruckten vereinfachten Darstellung der Karte aus Georg Wenkers Sprachatlas des Deutschen Reichs zum Satz 4: „Der gute alte Mann ist mit dem Pferde durchs Eis gebrochen und in das kalte Wasser gefallen.“ liegt die Altmark komplett im oll-Bereich (nach DSA-Karte 44 gibt es dort nur wenige Ausnahmen mit ōl-). Dazu passt auch das in der Ostfalenpost Nr. 94, S. 3 abgedruckte Gedicht De Ollmärksche brune Kohl von Johann Jakob Wilhelm Bornemann (1766-1851). Danneils Wörterbuch der altmärkisch-plattdeutschen Mundart bietet zwar die Einträge „old, ôld, alt.“, „Oldfiick’r, zurückgekommener Schuster …“ und „oldfränksch, altmodig …“, daneben aber auch „Oll’, de, der Alte …“ und „Oll’ndêl, das Altentheil …“ etc. (An flektierten Formen habe ich im übrigen Text nur solche mit oll- gefunden.)
Meine Theorie ist, dass der Name Ollmark aus *olle Mark > oll’ Mark entstanden ist. Die Formen mit -t- wären demnach vom Hochdeutschen beeinflusst. Eine Stütze dafür finde ich in Friedrich Binroth etc.: Wie hait dat woll in Platt? ∙ Kleines Wörterbuch für ostfälisch Platt, Cremlingen 1987, wo sich zwischen „oold · alt“ und „Olendail s. · Altenteil“ der Eintrag „Olemark w. · Altmark“ findet. UliDolbarge 17:08, 15. Feb. 2016 (CET)