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Wilhelm Seelmann

Vun Wikipedia

Wilhelm Emil Seelmann-Eggebert (* 20. Januar 1849 in Oscherslebbbe; † 5. Mai 1940 in Berlin) weer en düütschen Bibliothekaar, Philoloog un Germanist.

Leven un Wark

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Wilhelm Seelmann-Eggebert keem den 20. Januar 1949 as Söhn vun den Roodgarvermeester Gotthelf Seelamnn-Eggebert un sien Fro Rosina Dorothea, boren as Thormeyer, in Oscherslebbe op de Welt un weer de öller Broder vun den Philoloog Emil Paul Seelmann-Eggebert. He besöch bet 1862 de Volksschool in Oscherlebbe un denn dat Gymnasium in Queddelnborg. Na sien Abituur begünn Seelmann Klassische Philologie un Germanistik op de Universität Berlin to studeren. 1875 kreeg he sienen Promotschoon an de Universität Halle.

Familiengrav Seelmann-Eggebert

Vun 1874 an weer Wilhelm Seelmann Bibliothekaar an de Universitätsbibliotheek Berlin un vun 1901 as Overbibliothekaar an de Preußischen Staatsbibliotheek. 1920 güng he in den Ruhstand. He bleev den 5. Mai 1950 in Berlin dood. Sien Grav liggt Dodenhov Zehlendörp (Gravlaag 019-88).

Wilhelm Seelmann befaat sik besünners mit de Nedderdüütsche Philologie un ünnersöch dat Middelsassisch un de plattdüütschen Dialekten. 1877 treed he in den Verein für niederdeutsche Sprachforschung in un weer von 1907 bet 1908 un 1910 bet 1923 de Vörsitter vun den Vereen.[1] 1884 bet 1924 geev he he dat Jahrbuch für niederdeutsche Sprachforschung un geev den Deutschen Universitäts-Kalender (1873–1877) un de Jahresberichte über die Erscheinungen auf dem Gebiete der germanischen Philologie ruut. Wilhelm Seelmann begrünn de Reeg Drucke des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, in de he veel öller middelsassisch Dichtwark ruutgeev. Mit Ernst Brandes bröch he Fritz Reuter sien Wark in söven Bänn ruut. He schreev ok sülvenst veel Monografien to de plattdüütsche Spraak un Literaur rut. 1940 kreeg he de Goethe-Medaille för Kunst un Wetenschop.

  • Gerhard von Minden, 1878
  • Valentin und Namelos, 1884
  • Mittelniederdeutsche Fastnachtsspiele, 1885
  • Niederdeutsche Reimbüchlein, 1885
  • Nordthüringen. Zur Geschichte der deutschen Volksstämme Norddeutschlands und Dänemarks im Altertum und Mittelalter, 1887
  • Die Totentänze des Mittelalters. Untersuchungen nebst Litteratur- und Denkmälerübersicht, 1893; auch In: Niederdeutsches Jahrbuch. Band 17 (1891), S. 1–80.
  • (mit Johannes Bolte): Niederdeutsche Schauspiele älterer Zeit, 1895
  • Die plattdeutsche Litteratur des 19. Jahrhunderts. In: Jahrbuch für niederdeutsche Sprachforschung. Band 22 (1897); ok daar. Band 28 (1902); ok daar. Band 41 (1915)
  • Niederdeutsche Ergebnisse der germanistischen Wissenschaft, 1902
  • Reuter-Forschungen, 1910
  • Die ältesten Flußnamen des Harzes. In: Zeitschrift für Ortsnamenkunde, 1935, S. 11 f.
  • Rudolf Eckart: Handbuch zur Geschichte der plattdeutschen Literatur. Bremen 1911, S. 414 f.
  • Conrad Borchling: Zum 70. Geburtstag Wilhelm Seelmann-Eggeberts. In: Korrespondenzblatt für niederdeutsche Sprache. Band 37 (1919), S. 1–7.
  • Erich Seelmann-Eggebert: Verzeichnis der Schriften Wilhelm Seelmann-Eggeberts. In: Jahrbuch für niederdeutsche Sprachforschung. Band 54 (1929), S. 136–138.
  • Conrad Borchling, Wilhelm Seelmann-Eggebert und der Verein für niederdeutsche Sprachforschung. In: Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung. Band 65/66 (1939/1940), S. 1–13.
  • Alexandra Habermann et al. (Ruutgever): Lexikon deutscher wissenschaftlicher Bibliothekare 1925–1980. 1985, S. 326.
  1. Verein. In: Verein für Niederdeutsche Sprachforschung. Afropen an’n 29. Juli 2025.