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Pommersches Wörterbuch

Vun Wikipedia
(wiederwiest vun Pommersch Wöörbook)

Dat Pommersche Wörterbuch, kort PWB (plattdüütsch Pommersch Würbauk), is ein plattdütsch Grotlandschopswürbauk, dat den Wurdschatt in dei ehmålig preußisch Provinz Pommern in’n Grenzen von 1936 dokumentiert

Charakteristik

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Dat PWB is ein wätenschoplich, semasiologsch Würbauk, dat hüd up twei Bänn anleggt is. Tauierst wieren rund vier Bän plånt. De Ümfang müss man reduziert warrn. Nu steit de pommersch Wurdschatt in dat 20. Joorhunnerd in’n Middelpunkt von dat Würbauk. Dat Wark sall nu ein Tausatz tau dat Mecklenburgische Wörterbuch sien.

1925 grünn Wolfgang Stammler an de Universität Griepswold dat Pommersch Wörterbuch mit dei Afsicht ein miehrbännig Grotlandschopswürbauk för dei Provinz Pommern uttauarbeiden.

Dornå begünn dat grote Sammeln. As Vörarbeiden kemen twüschen 1928 un 1937 verscheiden Urdsmonografien rut. 1934 geew Kurt Mischke dei ierste ludgeografsche Kort von Pommern rut. Meist all dat Materiål in dat Wurdarchiv is man in un nå’n Tweiden Weltkrieg verlüstig gån.

Hans-Friedrich Rosenfeld begünn direkt nie Materiål tau sammeln. Ut Hinnerpommern kunnen sei för dat Würbauk nu allein noch verdräwen Lüd’ befrågen. 1948 oewerneem de Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin dat Würbauk, doch 1969 is dei Arbeid ut politschen Grünn instellt worrn. Taugliek bläwen engagiert Mitarbeiders in Griepswold bi un sammeln noch Materiål.

Ierst 1992 kunn eine niege Arbeidsstell bi dei Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig inricht warrn. Von 1999 an wier dat Würbauk bi dei Universität Griepswold. Von 1992 an wier Renate Herrmann-Winter dei Rutgäwersche, von 2007 an tauhop mit Matthias Vollmer, de von 2014 de Bås wier un von 2015 an dei alleinige Rutgäwer wier.

Borns un Materiål

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Dat Wurdarchiv von dat PWB ümfåt rund 1.100.000 na dat Alphabet ordent Beleggzädels, dei ümfangrieke Fråglisten un Literaturexzerpt as Grundlåg hebben.

Publikatschonsstand

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Dei ierste Band (A–K) würr von 1997 bis 2008 utarbeidt un is fardig. Von dei tweide Band (Stand 2023) sind twölf Läwerung rutkåmen (L – vullstännig).

  • Pommersches Wörterbuch. Herausgegeben an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald von Renate Herrmann-Winter und Matthias Vollmer. Band 1, A–K, Berlin 2008.
  • R. Winter: Das Pommersche Wörterbuch in Greifswald. Seine Geschichte und seine gegenwärtigen Aufgaben. In: Sprawozdanie Poznańskiego Towarzystwa Przyjaciół Nauk 11 (1964), S. 194ff.
  • H. Schönfeld: Das Pommersche Wörterbuch. In: Berichte über dialektologische Forschungen in der DDR. Berlin 1965, S. 5ff.
  • R. Herrmann-Winter: Geschichte, Geschicke und Ansehen pommerscher Dialektwörterbücher. In: Stier und Greif. Blätter zur Kultur- und Landesgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern. 1993, S. 27ff.
  • R. Herrmann-Winter: Das Pommersche Wörterbuch. Vorläufer – Ansätze – Konzepte. In: Tausend Jahre Pommersche Geschichte. Rutgäwen von R. Schmidt. Köln-Weimar-Wien 1999, S. 281–306.
  • R. Herrmann-Winter: Pommersches Wörterbuch. In: Wissenschaftliche Lexikographie im deutschsprachigen Raum. Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Thomas Städtler (Rutgäwer), Heidelberg 2003, S. 309–317.
  • M. Vollmer: Zur Dialektlexikographie in Pommern. Kosegartens Wörterbuch der Niederdeutschen Sprache älterer und neuerer Zeit. In: Niederdeutsches Jahrbuch 131 (2008), S. 113–132.
  • M. Vollmer: Niederdeutsche Wortschatzsammlungen in Hinterpommern am Ende des 19. Jahrhunderts. In: Baltische Studien. Neue Folge. Band 102, S. 199–208.
  • M. Vollmer: Das pommersche Wörterbuch von Georg Gotthilf Jacob Homann (1774–1851). Eine Sammlung pommerisch-deutscher Wörter und Redensarten. Berlin 2018.
  • M. Vollmer: Das Pommersche Wörterbuch. In: Alexandra N. Lenz, Philipp Stöckle (Rutgäwer): Germanistische Dialektlexikographie zu Beginn des 21. Jahrhunderts (= Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beiheft 181). Stuttgart 2021, S. 303–317. DOI:10.25162/9783515129206.