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Jean-Paul Sartre

Vun Wikipedia
Jean-Paul Sartre
Jean-Paul Sartre (um 1967)
Personen-Informatschoonen
Boortsdag 21. Juni 1905
Boortsstell Paris
Doodsdag 15. April 1980
Doodsstell Paris
Natschoonalität fransch
Arbeid Philosoph

Jean-Paul Charles Aymard Sartre (Uutspraak: ʒɑ̃ˈpɔl saʀtʀ̩; * 21. Juni 1905 in Paris; † 15. April 1980 ook daar) weer een franzööschen Philosooph, Schriever, Dramatiker, Literatuurkritiker un Publizist. He gellt för enen mang de wichtigste Denkers vun de Existentschalismus un tellt to de bekanntste franzöösche Intellektuellen in’n 20. Jaarhunnerd. He was een infloodrieken Marxist, de starken Inflood op de kritische Theorie, postkoloniale Theorie un Literatuurwetenschop neem. De Philosoophsche, Feministin un Schrieversche Simone de Beauvoir weer lange Jaren siene Partnersche. Tohoop leven de beiden in ene apen Parnterschop un stellen so den „bourgeoisen” Levenstiel, den de Sellschop vun Lüud uut dat Börgerdom verwachten weer, in Fraag. De Kunflikt twüschen de Konformität, de mauvaise foi, un een authentisch Leven wurr so dat wichtigste Thema in dat fröhe Wark vun Sartre un ook in sienen philosoopsch Wark L'Être et le Néant (‘Dat Ween un dat Nix’).[1] Sartre geev 1946 in dat Wark L'existentialisme est un humanisme (‘De Existentschalismus is een Humanismus’), dat eerst een Vöordrag weer, ene Översicht över siene Philosophie. 1964 wurr em de Nobelpries för Literatur, den he eerst aflenen wull, tospraken.

In Paris boren un opwussen, verloor Sartre mit twee Jaren sienen Vader un wuss bi siene Modder un Grootvadder op, de em dat Interess an de Literatuur wiedergeev. He gung op de prestigerieke École Normale Supérieure, wo he sien Interess an de Philosophie un Denkers so as Henri Bergson, Edmund Husserl un Martin Heidegger opdecken kunn. Sartre ünnerrich denn in siene fröhe Beroopsloopbaan Franzöösch an verscheden Lycées.

Sartre sett sik sien Leven lang politisch in. Tiedens de Twede Weltkrieg wurr he intrucken, fungen, later freelaten un grünn denn de Wedderstandsgrupp Socialisme et Liberté. Ook wenn sik de Grupp oplösen muss, as de Natschonaalsotschalisten Frankriek besetten, bleev Sartre in’n Ünnergrund ene wichtige Stimm in dat besett Land. In de Tied schreev he Ünnergrundliteratuur un Dramen so as Huis clos (‘Slaten Döör’, hoochdüütsch Geschlossene Gesellschaft). Na den Krieg grünn he de Tiedschrift Les Temps modernes un sett sik jümmers starker för verscheden politische un sellschopliche Anliggen in. He ünnerstütt antikoloniale, marxistische, anarchistische un maoistische Gruppen in verordeel de franzöösche Politik in Algerien un den Vietnamkrieg. Ook in sienen laten Jaren, as dat mit siene Gesundheid bargdaal gung, bleev Sartre politisch aktiv.

Sartre sien Theaterstück Les Mains sales (1948) keem 1980 ook as Nich to brüken vun Annedore Christians op Plattdüütsch översett ruut.[2]

Warken un Schriften

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Examensarbeid

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  • L’image dans la vie psychologique. Rôle et Nature (hoochdüütsch ‘Das Bild im psychologischen Leben. Rolle und Natur’). Mémoire présenté pour l’obtention du Diplôme d’Études Supérieures de Philosophie 1926–1927. Sous la direction du Professeur Henri Delacroix, in Sartre inédit : le mémoire de fin d’études (1927), dans Études sartriennes, dir. G. Dassonneville, 22, 2018, pp. 43–246.

Romanen un Novellen

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  1. L'Âge de raison (hoochdüütsch ‘Die Zeit der Reife’) (1945)
  2. Le Sursis (hoochdüütsch ‘Das Spiel ist aus’) (1945)
  3. La Mort dans l'âme (hoochdüütsch ‘Im Herzen der Hölle’) (1949)

Theaterstücken

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  • Bariona, ou le Fils du tonnerre (hoochdüütsch ‘Bariona, der Donnersohn’) (1940)
  • Les Mouches (hoochdüütsch ‘Die Fliegen’) (1943)
  • Huis clos (hoochdüütsch ‘Geschlossene Gesellschaft’) (1944)
  • La Putain respectueuse (hoochdüütsch ‘Die respektvolle Dirne’) (1946)
  • Morts sans sépulture (hoochdüütsch ‘Tote ohne Begräbnis’) (1946)
  • Les Mains sales (hoochdüütsch ‘Die schmutzigen Hände’) (1948) – up Platt: Nich to brüken van Annedore Christians[2]
  • L'Engrenage (hoochdüütsch ‘Das Räderwerk’) (1948)
  • Le Diable et le Bon Dieu (hoochdüütsch ‘Der Teufel und der liebe Gott’) (1951)
  • Kean (1953)
  • Nekrassov (1955)
  • Les Séquestrés d'Altona (hoochdüütsch ‘Die Eingeschlossenen von Altona’) (1959)
  • Les Troyennes (hoochdüütsch ‘Die Troerinnen’) (1965) – Adaptation van Euripides

Autobiografie, Memorien un Breven

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  • Les Mots (hoochdüütsch ‘Die Wörter’) (1964)
  • Carnets de la drôle de guerre, septembre 1939–mars 1940 (hoochdüütsch ‘Tagebücher des seltsamen Krieges’) (1983 ; édition augmentée 1995)
  • Lettres au Castor et à quelques autres, tome I et II (hoochdüütsch ‘Briefe an den Biber und einige andere’) (1983)
  • L'Espoir maintenant, les entretiens de 1980 (hoochdüütsch ‘Die Hoffnung jetzt’) (1980), mit Benny Lévy
  • La Reine Albemarle, ou le Dernier Touriste (hoochdüütsch ‘Die Königin Albemarle oder der letzte Tourist’) (1991)
  • 1947 : Situations I Essais critiques (hoochdüütsch ‘Situationen I – Kritische Essays’)
  • 1948 : Situations II Qu'est–ce que la littérature ? (hoochdüütsch ‘Situationen II – Was ist Literatur?’)
  • 1949 : Situations III Lendemains de guerre (hoochdüütsch ‘Situationen III – Nachkriegszeit’)
  • 1964 : Situations IV Portraits (hoochdüütsch ‘Situationen IV – Porträts’)
  • 1964 : Situations V Colonialisme et néo–colonialisme (hoochdüütsch ‘Situationen V – Kolonialismus und Neokolonialismus’)
  • 1964 : Situations VI Problèmes du marxisme 1 (hoochdüütsch ‘Situationen VI – Probleme des Marxismus 1’)
  • 1965 : Situations VII Problèmes du marxisme 2 (hoochdüütsch ‘Situationen VII – Probleme des Marxismus 2’)
  • 1971 : Situations VIII Autour de 68 (hoochdüütsch ‘Situationen VIII – Um 68’)
  • 1972 : Situations IX Mélanges (hoochdüütsch ‘Situationen IX – Mischtexte’)
  • 1976 : Situations X Politique et autobiographie (hoochdüütsch ‘Situationen X – Politik und Autobiografie’)

Nieuplage:

  • 2010–2023: Situations I–VIII (kritische Nieuutgaven)

Politsche Essays

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  • Réflexions sur la question juive (hoochdüütsch ‘Überlegungen zur Judenfrage’) (1946)
  • Entretiens sur la politique (hoochdüütsch ‘Gespräche über die Politik’) (1949)
  • L'Affaire Henri Martin (hoochdüütsch ‘Die Affäre Henri Martin’) (1953)
  • Plaidoyer pour les intellectuels (hoochdüütsch ‘Plädoyer für die Intellektuellen’) (1972)
  • On a raison de se révolter (hoochdüütsch ‘Zu Recht empört man sich’) (1974)

Literatuurkritik

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  • La République du Silence (hoochdüütsch ‘Die Republik des Schweigens’) (1944)
  • Baudelaire (1947)
  • Saint Genet, comédien et martyr (hoochdüütsch ‘Der Heilige Genet, Schauspieler und Märtyrer’) (1952)
  • Qu'est-ce que la littérature ? (hoochdüütsch ‘Was ist Literatur?’) (1964), tiré de Situations II (1948)
  • L'Idiot de la famille, Gustave Flaubert de 1821 à 1857 (hoochdüütsch ‘Der Idiot der Familie’) (1971–1972), drei Bänden
  • Un théâtre de situations (hoochdüütsch ‘Ein Theater der Situationen’) (1973)
  • Critiques littéraires (hoochdüütsch ‘Literaturkritiken’) (1975), Nieuplage: Situations I (1947)
Na’n Dood ruutbrocht
  • Mallarmé, la lucidité et sa face d'ombre (hoochdüütsch ‘Mallarmé, die Klarheit und ihre Schattenseite’) (1986)

Philosophie

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  • L'Imagination (hoochdüütsch ‘Die Einbildungskraft’) (1936)
  • La Transcendance de l'Ego (hoochdüütsch ‘Die Transzendenz des Ego’) (1936)
  • Esquisse d'une théorie des émotions (hoochdüütsch ‘Entwurf einer Theorie der Gefühle’) (1938)
  • L'Imaginaire (hoochdüütsch ‘Das Imaginäre’) (1940)
  • L'Être et le Néant : essai d'ontologie phénoménologique (hoochdüütsch ‘Das Sein und das Nichts’) (1943)
  • L'existentialisme est un humanisme (hoochdüütsch ‘Der Existentialismus ist ein Humanismus’) (1946)
  • Questions de méthode (hoochdüütsch ‘Fragen der Methode’) (1957)
  • Critique de la raison dialectique I : Théorie des ensembles pratiques (hoochdüütsch ‘Kritik der dialektischen Vernunft I’) (1960)
Na’n Dood ruutbrocht
  • Cahiers pour une morale (hoochdüütsch ‘Hefte für eine Moral’) (1983)
  • Critique de la raison dialectique II : L'intelligibilité de l'histoire (hoochdüütsch ‘Kritik der dialektischen Vernunft II’) (1985)
  • Vérité et Existence (hoochdüütsch ‘Wahrheit und Existenz’) (1989)
  • 1954 : Huis clos (hoochdüütsch ‘Geschlossene Gesellschaft’) de Jacqueline Audry
  • 1956 : Kean — Genio e sregolatezza (hoochdüütsch ‘Kean – Genie und Unordnung’) de Vittorio Gassman
  • 1962 : Les Séquestrés d'Altona (hoochdüütsch ‘Die Eingeschlossenen von Altona’) de Vittorio De Sica
  • 1994 : Intimité (hoochdüütsch ‘Intimität’) de Dominik Moll, d'après Le Mur (hoochdüütsch ‘Die Mauer’).

Nettverwiese

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Jean-Paul Sartre. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.
Op Wikiquote gifft dat Zitaten to, över oder vun „Jean-Paul Sartre“ (hoochdüütsch).
  1. Deirdre N. McCloskey: The Bourgeois Virtues: Ethics for an Age of Commerce online 2006, University of Chicago Press
  2. 1 2 Annedore Christians: Nich to brüken. In: www.niederdeutsche-literatur.de. Afropen an’n 19. Juli 2024.