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Dialektrenaissance

Vun Wikipedia

Dialektrenaissance betekent de starkere Präsens vun Dialekten, Regionaalspraken un deelwies Regiolekten in verscheden europääschen Lännern sied den 1970-er Jaren.

De Begreep „Dialektrenaissance“ keem tohoop mit ene starker Präsens vun Dialekten in Musik un Theater in’n Verloop vun den 1960er un 1970er Jaren op.[1][2][3]

So güllen to’n Bispeel de Dialekten un Regionaalspraken in Düütschland un den Nedderlannen bet to de Dialektrenaissance in’n 1970-Jaren för unnütt un as Probleem för den Schoolünnericht. Mit de Dialektrenaissance versöchten op de enen Siede Theaters so as dat plattdüütsche Ohnsorg-Theater, dat kölsche Millowitsch-Theater oder dat baiersche Komödienstadl un junge Musikgruppen op de annern Sied de Dialekten un Regionaalspraken wedder enen betern Roop to geven. De Ansichten to Dialekten un Regionaalspraken wannel sik nu lütt bi lütt, so dat vele dat nu för richtig anseet düsse Spraakvarietäten to beholen un eer to plegen.

Ook wenn de Dialektrenaissance de Sicht op Dialekten un Regionaalspraken verbetern kunn, gaat de Sprekertallen vun allen Dialekten un Regionaalspraken in Düütschland so as ook de Nedderlannen sied den 1970-er Jaren stark torügg.

  1. Ulrich Ammon: Schulschwierigkeiten von Dialektsprechern empirische Untersuchung sprachabhängiger Schulleistungen und des Schüler- und Lehrerbewusstseins mit sprachdidaktischen Hinweisen. Weinheim und Basel 1987, ISBN 3-407-58030-4, S. 245.
  2. Gabriele Reinert-Schneider: Gibt es eine Dialektrenaissance? Überlegungen und Analysen zu Funktionen der Substandardvarietäten in den Massenkommunikationsmitteln untersucht am Beispiel des Kölner Raumes. 1. Auflage. J.P.Bachem, Köln 1987, ISBN 3-7616-0879-9, S. 7 links.
  3. Heinz Kloss: Anwendungsbereiche europäischer Dialekte außerhalb ihrer Primärfunktionen (Familie, Nachbarschaft, Arbeitsplatz). In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Jahrgang 26. Wiesbaden 1980, S. 60.