Jacob Hübner

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Jacob Hübner, üm 1790 rüm
Tafel ut Geschichte europäischer Schmetterlinge
Tafel ut Sammlung europäischer Schmetterlinge

Jacob Hübner (* 20. Juni 1761 in Augsborg; † 13. September 1826 ok dor; ok: Jakob Hübner schreeven) weer en düütsch Entomoloog un Lepidopteroloog vun internatschonalen Rang.

Leven[ännern | Bornkood ännern]

Nah en tweejohrig Besöök vun de Tekensschool St. Anna hett Jacob Hübner van 1778 bit 1780 en Lehr in’t Radeeren un Formsteeken makt. Disse Utbillen weer en wichtig Grundlaag för sien Berop as Mustertekner in en Augsborger Kattunfabrik, ween aber ok wichtig för sien wetenschaplich Tätigkeit.

Hübner sien eerst apenlich Wark keem 1785 mit Koppersteeken vun bither wietgahn unbekannt Bottervagels herut. Dit Wark verdüütlich all de good Oorten- un Literaturkenntnisse vun Hübner. Wichtig Impulse för dat Teelsetten vun sien wetenschaplich Tätigkeit kreeg Hübner wiels en Upenholt in Wien van’ August 1788 bit to dat Fröhjohr 1789. Hier hett he ok Ignaz Schiffermüller drapen, mit de he sien Leven lang in früendschaplich Verbinnen bleev.

Sien Hööftberop bleev de as Mustertekner in de Textilindustrie. Mit sien lepidopterologisch Wark wurr he aber all to sien Leevtieden in Fackkringen berühmt. Sien bannig umfangriek Wark entstunn överwiegend in nebenberoplich Tätigkeit. Den gröttsten Deel vun sien Publikatschonen hett he in’ Sülvstverlag verdreeven. Hübner sien Nahlass hett de Royal Entomological Society of London in London 1935 upköfft.

Warken (Utwahl)[ännern | Bornkood ännern]

  • 1785: Abbildungen und Beschreibungen noch nicht abgebildeter und noch unbeschriebener Schmetterlinge mit illuminierten Kupfern
  • 1786–1790: Beiträge zur Geschichte der Schmetterlinge
  • 1791: Verzeichnis europäischer Schmetterlinge nach systematischer Ordnung durch Synonymen, Abbildungen und Anmerkungen
  • 1793: Sammlung auserlesener Vögel und Schmetterlinge, mit ihren Namen herausgegeben auf hundert nach der Natur ausgemalten Kupfern
  • 1793–[1842]:[1] Geschichte europäischer Schmetterlinge
  • 1796–[1838]:[1] Sammlung europäischer Schmetterlinge
  • 1806–[1838]:[1] Sammlung exotischer Schmetterlinge
  • 1806: Tentamen
  • 1822: Systematisch-alphabetisches Verzeichnis aller bisher bey den Fürbildungen zur Sammlung europäischer Schmetterlinge angegebenen Gattungsbenennungen

De Bedüüden vun Jacob Hübner[ännern | Bornkood ännern]

De Biografie vun Hübner is in mehrfack Sicht bemarkenswert. As Söhn vun en ehmalgen „Habnits“ (= Daglöhner) hett he sück to en överregional überregional bekannten Naturforscher hooch arbeit.[2] In sien Heimatstadt Augsborg, in de dat woll groot Bottervafelsammlungen un en bedüüdend natuurwetenschaplich Privatbibliothek geev, is he de eerste anerkannt Fackexperte vun sien Forschensrebeet.

De överragend Bedüüden vun Hübner as Illustrator un Wetenschapler wurr all to sien Tiet sehn un anerkannt. Up 1952 Koppertafeld hett Hübner „in getreuester Nachahmung der Natur“ all tosommen 3598 Bottervageloorten afvildt, dorvan 1500 eerstmals. De Geschichte europäischer Schmetterlinge enthollt 500 Tafel mit 734 Oorten, de Sammlung europäischer Schmetterlinge 789 Tafel mit 2627 Oorten un de Sammlung exotischer Schmetterlinge 663 Tafel mit 971 Oorten. To Hübner sien Illustratschonen schrifft 1978 Th. A. Wohlfahrt: „… seine von ihm selbst gestochenen und bemalten Kupfertafeln sind gleichsam eine Huldigung an jeweils eine Art, in der Exaktheit und künstlerischen Geschlossenheit nahezu vollendet.“

Todem hett Hübner en Grundstock för dat Klassifizeeren vun Bottervagels erarbeit, de in hör Grundtüüg bit hüüd Bedüüden hett. [3] Jacob Hübner is neben Christian Friedrich Freyer un den Illustratoren vun dat Wark Unterhaltungen aus der Naturgeschichte vun Gottlieb Tobias Wilhelm de letzte bedüüden Repräsentant vun dat Augsborger Koppersteekgewarf.

Weblenken[ännern | Bornkood ännern]

Commons-logo.svg Jacob Hübner. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • F. Hemming: A bibliographical and systematic account of the entomological works of Jacob Hübner. London 1937, 2 Bände, 926 Seiten
  • H. Oblinger: Jacob Hübner. In: Universitätsbibliothek Augsburg (Hrsg.): Gelehrtes Schwaben, 1990, S. 109–110.
  • Eberhard Pfeuffer (Hrsg.): Von der Natur fasziniert … Frühe Augsburger Naturforscher und ihre Bilder (Jacob Hübner, Gottlieb Tobias Wilhelm, Christian Friedrich Freyer, Johann Friedrich Leu, Jakob Friedrich Caflisch, Andreas Wiedemann). Wißner, Augsburg 2003, ISBN 978-3-89639-392-0
  • Jacob Hübner: Geschichte europäischer Schmetterlinge. CD-ROM, mit einem Vorwort von E. Pfeuffer, Harald Fischer, Erlangen 2004, ISBN 3-89131-427-2

Enkeld Nahwiesen[ännern | Bornkood ännern]

  1. 1,0 1,1 1,2 nach Hübner sien Dood dör C. Geyer un G. A. W. Herrich-Schäffer ergänzt
  2. H. Oblinger, 1990
  3. F. Hemming, 1937