Erwin von Witzleben

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Generalfeldmarschall von Witzleben in dat Johr 1940

Job-Wilhelm Georg Erwin von Witzleben (* 4. Dezember 1881 in Breslau; † 8. August 1944 in Berlin-Plötzensee) weer en düütsch Offizier (toletzt Generalfeldmarschall) un wiels den TweetenWeltkrieg Armeekommandeur un Wedderstandskämper vun den Anslag vun'n 20. Juli 1944.

Wenn de Operation Walküre van 20. Juli 1944 klappt harr, harr Generalfeldmarschall von Witzleben as ranghööchst Suldat den Böverbefehl över de gesamte Wehrmacht övernehmen sullt.

Leven[ännern | Bornkood ännern]

Kaiserriek un Eerste Weltkrieg[ännern | Bornkood ännern]

Erwin von Witzleben entstamm den oostpreußischen Twieg vun en döringsch adelig Offiziersfamilie.

He hett dat preußische Kadettenkorps absolveert un is an‘ 22. Juni 1901 as Leutnant in da Grenadierregiment „König Wilhelm I.“ in dat schlesisch Liegnitz intreden. 1910 wurr he to’n Böverleutnant befördert.

In‘ Eersten Weltkrieg weer von Witzleben toeerst Brigadeadjutant vun de 19. Reserve-Infanteriebrigade, bevör he in‘ Oktober 1914 to’n Hauptmann un Kompaniechef in dat Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 6 upsteeg. Later wurr he in dat sülvig Regiment Bataillonskommandeur. Witzleben sien Einheit weer an de Kämpen vun Verdun, in de Champagne un in Flandern bedeeligt. Witzleben wurr swoor verwundt un mit beid Klassen vun dat Iesern Krüüz uttekent. Nah sien Verwundung keem he 1918 to de Generalstaffutbillen un beleev dat Kriegsenn‘ as 1. Generalstaffsoffizier vun de 121. Infanteriedivision.

Weimarer Republik[ännern | Bornkood ännern]

In de Riekswehr wurr von Witzleben as Kompaniechef övernommen. 1923 keem he as Major in den Staff vun de 4. Division nah Dresden. 1928 wurr he Bataillonskommandeur in dat Infanterie-Regiment 6, siet 1929 as Oberstleutnant. Nah de Beförderung to’n Oberst 1931 övernehm he dat Infanterie-Regiment 8 in Frankfort (Oder).

Tiet vun den Natschonalsozialismus[ännern | Bornkood ännern]

Vörkriegstiet[ännern | Bornkood ännern]

In‘ Fröhjohr 1933 wurr he up de Stäe vun den Infanterieführers VI in Hannober versett. An‘ 1. Februar 1934 wurr he to’n Generalmajor befördert un as Kommandeur to de 3. Infanteriedivision in Potsdam versett. As Nahfolger vun General von Fritsch wurr he Befehlshaber vun den Wehrkreises III (Berlin) befördert. In disse Position wurde er Generalleutnant un in‘ September 1935 Kommandeerend General vun dat III. Armeekorps in Berlin. 1936 kreeg he sien Beförderung to’n General der Infanterie.

All in 1934 betruck von Witzleben Positschoon tegen dat NS-Regime, as he nah de Ermordung vun de Generale von Schleicher un von Bredow in‘ Tosommenhang mit den so nömmt ‚Röhm-Putsch‘ bi de Chef vun de Heeresleitung vörstellig wurr un tegen de Ermordung vun de beid Generale protesteert hett un en gerichtlich Ünnersöken fordern dee.

All vör 1938 hörr von Witzleben to de Verschwörergrupp um Generaloberst Ludwig Beck, General Hoepner, General von Stülpnagel un Admiral Canaris, den Chef vun de Afwehr. Se hebbt plaant, Hitler dör en Militärputsch aftosetten. Dat hett ok so utsehn, dat dat während de Sudetenkrise 1938 klappen kunn. Von Witzlebens Kommando över den wichtigen Berliner Wehrkreis sull dorbi en entscheedend Rull spelen. Dör Hitlers Spood bi dat Münchner Abkommen wurr de plaanten Staatsstriek aber de Grundlaag nommen.

Von Witzleben weer ok in de Verschwörung vun den Generaloberst Kurt von Hammerstein-Equord van 1939 inbetrucken, de plaant hett, Hitler bi en Frontbesöök fasttonehmen. Von Witzleben sull dorbi de Upgaav tofallen, de Parteizentralen uttoschalten. Ok disse Planungen bleeven ahn Spood.

Von Witzleben weer intüschen in‘ November 1938 as Böverbefehlshaber vun de Heeresgrupp 2 nah Frankfort (Oder) versett wurrn.

Tweete Weltkrieg[ännern | Bornkood ännern]

Westfeldzug[ännern | Bornkood ännern]
Frankreich 1941: 40-johrig Dienstjubiläum vun Erwin von Witzleben; Gerd von Rundstedt (links) greleert

In‘ September 1939 övernehm de intüschen to’n Generaloberst befördert von Witzleben dat Kommando över de in‘ Westen statschoneert 1. Armee. Bi den Angreep up Frankriek an‘ 10. Mai 1940 hör von Witzlebens Armee to de Heeresgrupp C ünner den Befehl vun Generalfeldmarschall Wilhelm von Leeb. Se hett an 14. Juni de Maginot-Linie dörbraken un dwung an‘ 17. Juni mehrere franzöösch Divisionen to Kapitulation. Dorför wurr von Witzleben mit dat Ridderkrüüz vun dat Iesern Krüüz uttekent un an‘ 19. Juli 1940 to‘n Generalfeldmarschall befördert. 1941 wurr he noch to’n Böverbefehlshaber West as Nahfolger vun Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt beroopen, aber all nah een Johr later ut Gesundheitsgrünnen verafscheed un weer dör von Rundstedt ersett.

20. Juli 1944[ännern | Bornkood ännern]

1944 weer Erwin von Witzleben en Slöötelpositschoon in de Staatsstriekplääns vun der Verschwörergrupp um Stauffenberg todacht. Während Generaloberst Ludwig Beck as vörlööpig Staatsböverhaupt un Generaloberst Erich Hoepner as Befehlshaber vun dat Ersatzheer vörsehn weer, sull Generalfeldmarschall von Witzleben as ranghööchst düütsch Suldat den Böverbefehl över de gesamte Wehrmacht övernehmen. Von Witzleben, de sück an‘ 20. Juli tonächst in de Oberkommando des Heeres in de Bendlerstraat uphollen harr, wurr den Dag dornah up dat Goot vun en Früen verhaft un later vun de an‘ 2. August 1944 bildt Ehrenhoff unehrenhaft ut de Wehrmacht utstött, so dat dat Riekskriegsgericht för sien Afoordeelen nich mehr tostännig weer.

Volksgerichtshoff un Dood[ännern | Bornkood ännern]
von Witzleben as Angeklagter vör den Volksgerichtshoff, August 1944

Witzleben hörr tosommen mit Generaloberst Hoepner to de eerst Grupp vun Anklaagten, de sück an‘ 7. un 8. August 1944 vör den Volksgerichtshoff wegen Verrat an dat Volk verantwoorten mussen, den Vörsitt führ de sien Präsident Roland Freisler. Bi Beginn vun de Verhandlungen hett von Witzleben den Hitlergruß makt, wat sück Freisler verboten hett, wiel de Angeklagte in sien Augen ehrlos, un dat, nah sien Meenen, blots „ehrenhaften Volksgenossen“ gestattet weer, de to bruuken. [1]

Während dissen Schauprozesses muss von Witzleben sück dörgahnds de Büx fasthollen, wiel hüm de Geheime Staatspolizei den Gördel afnommen harr un he in’t Gefängnis ok afmagert weer. Freisler reageer dorup, indem he von Witzleben fragen dee: „Was fassen Sie sich dauernd an die Hose, Sie schmutziger, alter Mann.“

Von Witzleben wurr an‘ 8. August 1944 to’n Dood veroordeelt. Von Witzlebens letzt Wöör an Freisler richt, sallt ween hemm: „Sie können uns dem Henker überantworten. In drei Monaten zieht das empörte und gequälte Volk Sie zur Rechenschaft und schleift Sie bei lebendigem Leib durch den Kot der Straßen.“

Noch an de sülvig Dag wurr Erwin von Witzleben in dat Straafgefängnis Berlin-Plötzensee up utdrücklichen Befehl vun Adolf Hitlers dör Erhängen, statt, as sonst begäng, dör Doodscheeten, henricht. [2]

Utteknungen[ännern | Bornkood ännern]

Ehrungen[ännern | Bornkood ännern]

An Erwin von Witzleben erinnern hüüd:

Literatur[ännern | Bornkood ännern]

  • Arnim Ramm: Kritische Analyse der Kaltenbrunner-Berichte über die Attentäter vom 20. Juli 1944. Ein Beitrag zur Geschichte des militärischen Widerstands. Tectum, Marburg 2003, ISBN 3-8288-8575-6.
  • Klaus-Jürgen Müller: Witzleben – Stülpnagel – Speidel – Offiziere im Widerstand. Beiträge zum Widerstand, Berlin 1988, Heft 7.
  • Arnim Ramm: Der 20. Juli vor dem Volksgerichtshof. Wissenschaftlicher Verlag Berlin, Berlin 2007, ISBN 978-3-86573-264-4.
  • Hans-Joachim Ramm: „… stets einem Höheren verantwortlich“. Christliche Grundüberzeugungen im innermilitärischen Widerstand gegen Hitler. Stuttgart 1996, ISBN 3-7751-2635-X.
  • Gene Mueller: Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben. in: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Hitlers militärische Elite. Von den Anfängen des Regimes bis Kriegsbeginn. Bd. 1, Primus Verlag, Darmstadt 1998, ISBN 3-89678-083-2, S. 265–271.

Weblenken[ännern | Bornkood ännern]

Commons-logo.svg Erwin von Witzleben. Mehr Biller, Videos oder Audiodateien to’t Thema gifft dat bi Wikimedia Commons.

Kiek ok bi[ännern | Bornkood ännern]

Einzelnachweise[ännern | Bornkood ännern]

  1. Deister-Leine-Zeitung, 9. August 1944.
  2. Gerd R. Ueberschär: Stauffenberg. Der 20. Juli 1944. S. Fischer, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-10-086003-9, S. 156.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn Verlag, Berlin, S. 115.
  4. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 185.